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04.01.2026 - InterView: Omen:Code – Creativity and Control
An InterView with Kev Gould and Agi Taralas of Omen:Code By Ilker Yücel (Ilker81x)
Early in December of 2025, Dependent Records released Alpha State as the debut album from Omen:Code, the duo of vocalist Agi Taralas and programmer/engineer Kevin Gould. The pair’s collective pedigree reaches back to the early days of the genre [..]
Source: RE:GEN Mag
04.01.2026 - Melkor Interview: ‘A mixture of Cinematic, Ambient and atmospheric sonar explorations’

Behrad Fountain is an Iranian interdisciplinary artist and philosopher from Persia. His debut album, “Udkraxsha”,...
Source: Side Line
04.01.2026 - Jahresrückblick 2025 von Christoph Z.

Wir starten mit einer Floskel: Was war das für ein Jahr? Lasst es mich erklären: 2025 startete mit einem angerissenen Außenband. Kurze Zeit später wurde mein Vater im kritischen Zustand am Herz operiert, und weil das noch nicht genug war, musste meine Tochter in den Osterferien 2 volle Wochen ins Krankenhaus, mit einer Borrelioseinfektion und daraus resultierter Gesichtslähmung. Nachdem das überstanden und meine Tochter dank 14 x 3 Antibiosen wieder gesund war, waren die Akkus aller Familienmitglieder leer. Der Urlaub kurze Zeit später war essenziell und triggerte eine Erkenntnis: Ich hab da ja noch ein Buch, das, so unveröffentlicht wie es ist, den schwersten Stein in meinem imaginären Rucksack darstellt. Entsprechend war im zweiten Halbjahr die Finalisierung von MAMMAL die Priorität. Buchsatz und letzte Überarbeitungen waren noch ein großer Kraftakt, aber seit 15. November ist das Buch zu haben:
Interesse? Hier könnt ihr es kaufen. Und hier gibt es eine Leseprobe. Und hier noch die Kurzgeschichte DEUS SALUTIS MEÆ.
Zwischen all der Arbeit war Musik natürlich der Anker. Auch wenn ich vergleichsweise wenig schreiben konnte, Musik war immer da. Das beste Mittel, um nicht auszubrennen. Und somit gibt es auch 2025 eine Liste mit schönen Alben.
20. BLOOD ABSCISSION: II
Post Black Metal mit gigantischer Sogwirkung. „II“ berauscht die Hörer*innen mit Furor, Verzweiflung und einer Direktheit, die der allgegenwärtigen Abstraktion nicht als Kontrast, sondern als Erweiterung gegenüber steht. Kein Wunder, dass BLOOD ABSCISSION 2025 nicht vom Plattenteller herunter zu bekommen waren. Ach ja, wäre das, was in diesem Genre 2025 veröffentlicht wurde immer so intensiv gewesen …
19. DEAFHEAVEN: Lonely People With Power
Meine Beziehung zu DEAFHEAVEN war nicht kompliziert, es gab sie seit „Sunbather“ – das ich nach wie vor als komplett überbewertet erachte – nicht. Das Artwork zu „Lonely People With Power“ war aber so reizvoll, dass ich genauer reinhörte, und Tatsache: leidenschaftliche Songs wie „Doberman“ oder auch der Shoegaze-Hit „Heathen“ sind ganz großes Kino. Ein intensives, kluges Album.
18. PELICAN: Flickering Resonance
Happy End für PELICAN: Die Chicagoer Instrumental Rock-Legende ist wieder in Originalbesetzung und Originalqualität unterwegs. „Flickering Resonance“ schließt nach dem vergleichsweise schwachen „Nighttime Stories“ wieder zu den besten Album der Bandgeschichte auf, wobei „The Fire In Our Throats Will Beckon The Thaw“ unangetastet bleibt. Dennoch: Mit „Indelible“ und „Pining For Ever“ haben PELICAN einige ihrer ganz großen Songs und vor allem – ganz großen Riffs parat. Und was ist das bitteschön für ein exzellenter Gitarrensound?
17. LYCHGATE: Precipice
Tatsächlich, „Also sprach Futura“, wird im März ganze sechs Jahre alt. Die EP wirkt immer noch frisch und hallt noch nach, klingt dabei musikalisch wie ein Auftakt zu „Precipice“, dem vierten Album von LYCHGATE. Stilistisch geht 2025 noch ein wenig weiter in Richtung Death Metal, der zusammen mit den EMPEROResken Riffs einzigartig und schwer durchdringlich klingt. „Precipice“ gleicht einem lichtlosen Labyrinth, das hinter jeder Ecke Wunder und Schrecken bereit hält. Intensiv und hochintelligent.
16. DEADGUY: Near-Death Travel Services
Kein Fall von „peinliche Rückkehr von alten Typen“: DEADGUY treten auf ihrem, nun ja, zweiten Album „Near-Death Travel Services“ richtig in den Arsch und klingen dabei wirklich nicht, als wären sie 30 Jahre nicht im Studio gewesen. Besonders beeindruckend: Tim Singers kraftvolle, vollends angepisste Gesangsperformance. Da ist noch Biss und Power – und hoffentlich bald eine standesgemäße Tour.
15. SLOW CRUSH: Thirst
Wie zärtlich Heaviness sein kann beweisen SLOW CRUSH nicht nur live, sondern auch auf ihren Alben. „Thirst“ ist dabei das bisher beste, das sie bisher geschaffen haben. Nach einen brachialen Start wird „Thirst“ in der zweiten Hälfte einfach unfassbar schön mit „While You Dream Vivdly“, „Bloodmoon“ und dem abschließenden Doppel „Ógilt“ und „Hlýtt“.
14. BERLIN 2.0: Kaltental
Death Pop, Guillotine Pop, oder doch einfach Post Punk? BERLIN 2.0 sind jedenfalls eine der heißen Bands 2025, und „Kaltental“ berstet vor Energie und Power, ist dabei aber nicht nur angepisst bis zur Oberkante, sondern im richtigen Moment auch nachdenklich. Vor allem sind BERLIN 2.0 starke Songwriter*innen und Texter*innen und empowern ihr Publikum.
13. LISA HARRES: Time As A Frame
Als Support auf der Frühjahrstour von DIE HEITERKEIT war die schüchtern wirkende LISA HARRES, die gerade ihr Debütalbum „Time As A Frame“ veröffentlicht hatte, eine positive Überraschung. Ihr Chamber Pop ist von wundervoller Zurückhaltung geprägt, atmet aber dennoch eine Größe, die betörende Songs wie „Melted Being“, „Mein Herz“ und das Doppel „Hold Me“ und „Hold You“ entstehen lässt. Ein Album mit einer alten Seele, das sich sehr vertraut anfühlt – wie eine neue Bekanntschaft, die man glaubt, schon immer zu kennen. Zauberhaft schön.
12. CATHARSIS: Hope Against Hope
Reue über verpasste Shows gab es 2025 genau einmal: Bei CATHARSIS. Die US-amerikanische Hardcore-Band kehrt mit dem ersten Album in 26 Jahren zurück und ist, ebenso wie DEADGUY, wütend und relevant wie damals in den Neunzigern. CATHARSIS kommen dabei genau zur richtigen Zeit: „Hope Against Hope“ handelt von der dunkelsten Stunde und darüber, in dieser Zeit nicht aufzugeben, wie schwer es auch sein mag. So düster und pathetisch CATHARSIS auch sein mögen, dieses Album ist pures Empowerment – und nicht zu vergessen musikalisch auch äußerst komplex. Anspruchsvoller Hardcore mit Metal-Kante der hängen bleibt, den man auflegt, sobald dunkle Gefühle drohen, einen zu übermannen.
11. QRIXKUOR: The Womb Of The World
„Extremen“ Metal mit klassischer Musik verbinden? Kann man machen, dann klingt’s halt wie eine Mischung aus Hans Zimmer und BEHEMOTH. Cringe, ich weiß. Richtig machen es QRIXKUOR, deren zweites Album „The Womb Of The World“ eine Symphonie aus der Hölle ist: Bodenlos tiefer, chaotischer Death Metal mit einem Orchester, das den Fieberträumen von ELEND in nichts nachsteht. Atemlos intensiv und extrem spannend!
10. TEITANBLOOD: From The Visceral Abyss
Metal ist 2025 oft so furchtbar gefällig und furchtbar austauschbar. Es fehlen Ecken und Kanten, Zähne und Klauen, und gerade Death Metal ist so oft ideenlos und völlig redundant. Bei TEITANBLOOD geht es so sehr um Schwefel und Blut, sie sind so wild und blind vor Raserei, dass es egal ist, dass dieser Black-Death Metal keine Innovationen bringt: Aber das Gefühl, es ist absolut authentisch. 100% Killer.
9. ANNA VON HAUSSWOLFF: Iconoclast
Bei „Iconoclast“ ist der Name Programm: ANNA VON HAUSSWOLFF konstruiert und dekonstruiert zwischen Progressive Rock, Indie, Jazz und Drone die populäre Musik der vergangenen Jahrzehnte und schafft ein Album, das gerade in den Momenten der überbordenden Kreativität restlos begeistert.
8. SANGRE DE MUERDAGO: O Xardín
SANGRE DE MUERDAGO balancieren auch 2025 zwischen Hoffnung und Traurigkeit. „O Xardín“ bietet sehr leise Momente und ist dabei üppig arrangiert. Besonders die Klarinette klingt unglaublich gut in diesen zehn Songs. Und mit dem Titelstück, das die Hörer*innen in alle möglichen Gefühlszustände wirft, ist das beste, das SANGRE DE MUERDAGO bisher geschaffen haben. Davon abgesehen lädt „O Xardín“ zur Innenschau ein, mit dem Ziel eine Heilung zuzulassen.
7. MÜTTERLEIN: Amidst The Flames, May Our Organs Resound
MÜTTERLEINs Show auf dem SERVANTS OF CHAOS-Festival 2024 zeigte, dass es wohl doch eine Steigerung zur absolut gnadenlosen Finsternis gibt. Umso erfreulicher, dass Marion Leclerq alias MÜTTERLEIN es geschafft hat, diese Intensität auf ein Album zu bündeln. „Amidst The Flames, May Our Organs Resound“ verbindet Industrial, Doom und Post Metal mit beängstigender Kohärenz. „The Handmaid’s Tale“ zum Hören.
6. REBECCA FOON & ALIAYTA FOON-DANCOES: Reverie
REBECCA FOON ist aus der alternativen Szene Montreals nicht mehr wegzudenken, ihren größten musikalischen Triumph erzielt sie aber nicht mit ESMERINE, SILVER MT. ZION oder SET FIRE TO FLAMES, sondern mit ihrer Schwester ALIAYTA FOON-DANCOES. „Reverie“ ist ein betörend schönes, simples Neoklassikalbum, das Werken von Komponisten wie MAX RICHTER oder ÓLAFUR ARNALDS nicht nichts nachsteht. Klavier, Cello und Violine unterstreichen die Schönheit einer Welt, die bedroht ist wie nie zuvor. Gerade deshalb ist „Reverie“ ein politisches Album, und Stücke wie „Between Us“ und „Midnight Shadow“ gehören zum Schönsten, das man 2025 hören konnte.
5. UULLIATA DIGIR: Uulliata Digir
Ein Paukenschlag zum Jahreswechsel. Die polnische Formation UULLIATA DIGIR überzeugt aus dem Stand heraus mit ihrem selbstbetitelten Debüt und macht dabei alles richtig: Komplex und monströs, sehr energiegeladen und mit unglaublicher Kreativität gesegnet. Gerade das Gesangsduo lässt diese avantgardistische Metal-Band atemberaubend intensiv werden. Ich brenne bereits jetzt auf Album #2 und eine Liveshow!
4. STEVE VON TILL: Alone In A World Of Wounds
STEVE VON TILL bleibt als Solist grob auf dem Weg, den er mit „No Wilderness Deep Enough“ betrat. Die Artpop- und Ambient-Einflüsse werden aber durchzogen von der klasischen Songwritingkunst, die er bis „A Life Unto Itself“ bediente. Trotz aller psychedelischer Momente ist „Alone In A World Of Wounds“ das Werk eines Poeten: Wahrhaftig, tief, direkt und transzendent.
3. RYE: Знание
Kein Jahresrückblick mehr ohne Vladimir Frith! Egal ob RYE oder REVERB ON REPEAT, alles, was der karelische Musiker anfasst, wird zu Gold. „Знание“ führt diese Tradition fort, denn in 40 Minuten mit 3 Songs transzendieren RYE Funeral Doom, Post Metal, Post Black Metal und Dark Ambient derart stimmungsvoll, dass es kaum zu ertragen ist. Dieses Album gräbt so tief, dass es einerseits schier unerträglich ist. Eine Konfrontation mich sich selbst anstößt und daneben meditativ wirkt. Das ist wirklich ganz große Kunst und solle allen zusagen, die das Bodenlose schätzen.
2. BLUT AUS NORD: Ethereal Horizons
Nein, „Ethereal Horizons“ bietet nicht alles, was BLUT AUS NORD so gut macht, aber vieles davon. Die kosmischen BLUT AUS NORD sind eben die besten, aber ihr Spiel mit Disharmonie der vergangenen Jahre fließt ebenso in „Ethereal Horizons“ mit ein, wie eine in sich ruhende Atmosphäre, aller Raserei zum Trotz. Das Ergebnis ist ein absolut transzendenzes Hörerlebnis mit zahllosen Schichten und einer selten gekannten Zugänglichkeit zu Vindsvals Schaffen. Ein atemberaubendes Album, und „The Fall Opens The Sky“ ist das beste, was der Metal 2025 zu bieten hatte. Nur ein Album hat mich mehr berührt:
1. DIE HEITERKEIT: Schwarze Magie
Seit 15 Jahren ist STELLA SOMMER mit DIE HEITERKEIT aktiv – und meine Güte, was habe ich bisher verpasst! Im totalen HEITERKEITS-Tunnel bemerke ich, was für eine unglaublich gute Songwriterin dieses Land zu bieten hat, egal ob mit ihrer Stammband, solo, oder mit DIE MAUSIS. „Schwarze Magie“ ist dabei ein völlig zeitloses Album voller exzellenter Songs, die auch nach neun Monaten nichts von ihrer Faszination verloren haben. Die wundervoll warme Produktion von Moses Schneider, eine einzigartige Stimme, Kompositionen auf den Punkt, gefühlvolles Spiel und dieser Ansatz, das Great American Songbook ins Deutsche zu überführen gelingt – auch wegen Texten, die wie „Die Welt war jung, die Ängste alt“ zu Tränen rühren, und dabei so direkt und vage zugleich sind, dass sich ständig etwas Neues darin entdecken lässt. Bonus: DIE HEITERKEIT haben meine Tochter infiziert und ihr auch den Wert physischer Tonträger näher gebracht.
Kurz: Die ganz klare Nummer 1 2025.
Der Bullshit-Detektor hat ebenso gut funktioniert wie die Verdrängungsleistung.
5. KIASMOS und BEN LUKAS BOYSEN am 21. Februar 2025 im Backstage, München
Wie schön, dass KIASMOS wieder aktiv sind und sehr überraschend, dass es sie auf eine große Tour zieht. Das Techno-Projekt von ÓLAFUR ARNALDS und JANUS RASMUSSEN macht die schönste elektronische Musik, die gleichzeitig zum Feiern und Weinen einlädt. Also, nichts wie hin, zu einem rauschhaften Abend, voller wundervoller Songs, herzergreifender Momente inmitten von entspannten, netten Menschen. Ein Hoffnungsschimmer in einer Welt, die immer kälter zu werden droht.
4. STEVE VON TILL und GREET am 17. Juli 2025 im Backstage, München
Die Voraussetzungen waren nicht die Besten. Ein paar Stühle stehen in der Backstage Halle herum, einige bleiben sogar leer. Und warum spielt dieser Mann nicht zum Beispiel in der Matthäus-Kirche, sondern in so einem profanen Laden? Das Schlimmste: Im direkt angrenzenden Club spielten ANTICHRIST SIEGE MACHINE, und ja, sie waren zu hören, auch zwischen den Songs von STEVE VON TILL. Doch GREET, das Harmonium-Folk-Projekt von Matthew Broadley (ex-DAWN RAY’D) leitete schon perfekt in den Abend mit einer leidenschaftlichen Performance ein. STEVE VON TILL brachte die schmerzhaft-schönen Songs von „Alone In A World Of Wounds“ mitsamt kleinem Ensemble hervorragend zur Geltung. Da kann im Nachbarclub noch so sehr gelärmt werden, STEVE VON TILL sorgt für Gänsehaut, und die ein oder andere Träne im Augenwinkel. Wunderschön.
3. DIE HEITERKEIT und LISA HARRES am 14. Mai 2025 im Strom, München
Zum ersten Mal im Rabbithole DIE HEITERKEIT live. Ein wundervoller Abend mit einer erstklassig eingespielten Band und einer gelösten STELLA SOMMER als souveräne Frontfrau mit subtilem Humor, die ihre Songs leidenschaftlich darbietet. Diese anderthalb Stunden vergingen wie im Flug, mit einer nahezu perfekten Setlist. Und dann war da noch der hervorragende Support durch LISA HARRES, die mit ihrer zurückhaltenden, poetischen Darbietung die Herzen im Sturm eroberte. Ein absolut gelungener Abend.
2. ORANSSI PAZUZU am 4. August 2025 im Backstage, München
Generell ein Konzertabend, der manchen Schaltkreis in den Gehirnen durchschmoren ließ. SIGHs bizarrer Brainmelt, dann IMPERIAL TRIUMPHANT, die genüsslich ihrem New Yorker Hedonismus freien Lauf ließen, aber dann ORANSSI PAZUZU. „Muuntautuja“, die Nummer 1 aus 2024 funktionierte live ausnehmend gut. Entfesselte Musiker, entfesseltes Tanzbein bei mir. Ein Auftritt, der sich wie 15 Minuten anfühlt, aber doch 70 Minuten dauert. Ich hätte bis in die Morgenstunden weiter abdriften können. Was für ein Rave.
1. DIE HEITERKEIT (solo) am 19. September 2025 im MUZ-Club, Nürnberg
Ein großes Erlebnis für mich und meine Tochter, die auch im HEITERKEITs-Rabbithole steckt. Unser erstes gemeinsames Konzert, passenderweise ein Akustikkonzert. Allein schon zu erleben, wie mein Kind sich auf die Show vorbereitete (inkl. gebastelter Karte für die Sängerin), der großen Aufregung, dem Hype danach – einfach schön zu sehen, wie meine Tochter zum Musikfan wird. Traurigerweise spielte DIE HEITERKEIT solo vor nur sehr wenigen Zuhörer*innen, aber dafür eine wunderbar intime Atmosphäre, mit einer STELLA SOMMER, deren reduzierte Versionen der aktuellen Songs mindestens genauso berührten, wie die fertig arrangierten Stücke. Ein toller Bonus war dabei eine Weltpremiere und ein selten gehörtes, ganz altes Stück. Ein in jeder Hinsicht sehr besonderer Abend, wie es ihn 2025 kein zweites Mal gab.
5. MBSR-Kurs (= Mindfulness Based Stress Reduction nach Jon Kabat Zinn) und lernen zu meditieren und festzustellen, wie gut das tut
4. Einschulung der Großen und Kindergartenstart des Kleinen
3. Zum ersten Mal mit den Kindern campen (auch wenn’s nur im Garten war)
2. Das erste eigene Buch veröffentlichen
1. Mit der Großen zum ersten Mal auf ein Konzert gehen.
Seit Friedrich Merz Bundeskanzler ist, nimmt die Anzahl an veganen Produkten im örtlichen Edeka ab. Und die AFD kriegt er auch nicht klein, obwohl er groß rumposaunt. Was für ein elender Versager.
Die Leute hängen immer noch bei Spotify ab, amüsieren sich über ihr musikalisches Alter im alljährlichen Wrapped und finanzieren Daniel Eks Rüstungs-Fetisch und dass echte Musik verramscht wird, zugunsten von KI-generierten Tracks. Vermutlich ist es das, was die Welt verdient.
Ein Fersensporn, der meine Laufkarriere vermutlich beendet hat.
Musikalisch: Das MY DYING BRIDE-Drama.
Rest in Power 2025:
DAVID LYNCH
BRENT HINDS
JÜRGEN BARTSCH
TOMAS LINDBERG
OZZY OSBOURNE
ACE FREHLEY
PERRY BAMONTE
Re-Releases 2025:
GRIDLINK: Perfect Amber
LOCRIAN: The Crystal World
SIGUR RÓS: Takk (diese obszön tolle Box-Edition)
Das habe ich 2024 verpennt, sollte aber noch erwähnt werden:
BLACK CURSE: Burning In Celestial Poison
DAWN TREADER: Bloom & Decay
DIE MAUSIS: In einem blauen Mond
LAGRIMAS: A Life Of Destruction
THE CURE: Songs Of A Lost World
Newcomer + Demos 2025:
AM I IN TROUBLE?: Spectrum
BIRTH AND LOSS: Untitled EP
GREET: I Know How To Die
HEDONIST: Scapulimancy
NON SEQUITUR: Sonder
OVER CENTURIES: In Medias Res
SCHUBKARRE: Sand im Getriebe
Top 5 Cover 2025 (Leider gar nicht originell, leider ziemlich einfallslos. Aber hey: Was soll’s?):
5. DIE HEITERKEIT: Schwarze Magie
NICK CAVE und NICK DRAKE bis ins Detail erfolgreich gechannelt! Wer bei diesem Artwork nicht neugierig wird, hat sein Leben nicht im Griff.
4. BLUT AUS NORD: Ethereal Horizons
Ein großartiges Gemälde von Maciej Kamuda, das mindestens so ikonisch ist, wie das zu „Hallucinogen“ und viele der Mysterien beinhaltet, die BLUT AUS NORD auszeichnen.
3. EPHEMERAL / DOMHAIN: Of Pine & Oak [Split EP]
DOMHAIN-Schlagzeugerin Anaïs Chareyre-Méjan ist nicht nur eine begabte Musikerin, sondern auch eine begnadete Künstlerin. Tolle Farbkomposition und das bittersüße Thema der Split-EP schön in Szene gesetzt.
2. RYE: Знание
Meike Hakkaarts Cover fasziniert sofort, so richtig zur Geltung kommt es erst auf der LP. Und stellt die große Frage, ob der Mensch wirklich Gott spielen sollte, oder ob er sich am Feuer verbrennt.
1. DEAFHEAVEN: Lonely People With Power
Die Kombination aus Titel und Cover steht sinnbildlich für die westliche Welt im Jahr 2025: Geilheit und Ausbeutung im Namen Gottes.
Top 3 Podcasts 2025:
(dieses Mal nur Neue, die in den vorherigen Jahren noch nicht erwähnt wurden)
3. DIE PAARTHERAPIE
2. TELEPHOBIA – Dieser eine Anruf
1. DEUTSCHLAND 3000 mit Eva Schulz
Top 6 gelesene Bücher 2025:
„Stella Maris“ und „Der Passagier“ von Cormac McCarthy
„Sag mir, was ich bin“ von UNA MANNION
„Scham“ von Matthias Kreienbrink
„Radikal emotional“ von Maren Urner
„Make Democracy Great Again“ von Sarah Bosetti
Bonus: Die Keflavik-Tetralogie am Stück gelesen: „Das Knistern in den Sternen“, „Fische haben keine Beine“, „Etwas von der Größe des Universums“ und „Mein gelbes U-Boot“ von Jón Kálman Stefansson
Abschließendes Credo für 2026:
Ohne Kunst und Kultur ist die Menschheit nichts wert.
Und jetzt: Get ready für 12 neue Monate!
Source: Vampster
04.01.2026 - I SEE STARS: The Wheel
I SEE STARS sind zurück! „Wer?“, mag sich mancher fragen – und das nicht ganz zu Unrecht: Ganze neun Jahre haben sich die Electronicore-Pioniere aus dem Großraum Detroit Zeit gelassen, um ein neues Studioalbum nachzuschieben. Zwar gab es zwischendurch ein Akustikalbum, doch von 2018 bis 2023: Stille. Erst nach und nach tauchten seitdem neue Singles auf, die nun auch auf dem brandneuen Werk „The Wheel“ versammelt sind.
„The Wheel“ ist ein Lebenskrise-Album
Dass Fans neun Jahre auf ein neues Album warten mussten, hatte auch ernste Gründe. Auf Instagram schildert Sänger Devin Oliver seine Erfahrungen während der Arbeit an „The Wheel“ – und insbesondere am Musikvideo zu „Carry on for You“, bei dem er auch Regie führte:
„Ich habe zwei Jahre immer wieder im Krankenhaus verbracht – teils monatelang – und gegen eine neurologische Erkrankung gekämpft, die mir ständig Schmerzen bereitete. Es fällt mir schwer, das zuzugeben, aber damals wollte ich eigentlich nicht mehr leben. Es war, als würde ich mit einem Geist leben, der nicht von meiner Seite wich. Die Realität fühlte sich verschoben an.“
„Noch schlimmer war, dass es nicht nur mich betraf, sondern auch alle, die ich liebte. Es war für sie kaum zu ertragen, mich durch endlose Behandlungen und Operationen gehen zu sehen – nur um immer wieder in Sackgassen zu landen, während wir gemeinsam versucht haben, uns in einem kaputten Gesundheitssystem zurechtzufinden. Mitten in all dem habe ich auch noch geliebte Menschen verloren, und dieser Schmerz hat die Dunkelheit nur noch verstärkt, die ich ohnehin schon mit mir herumtrug“, so der Sänger.
Dass unter diesen Voraussetzungen kein fröhliches Album zu erwarten ist, dürfte klar sein. Und tatsächlich: „The Wheel“ klingt stellenweise düster, dystopisch, mitunter geradezu beklemmend. Ein Werk, geboren aus Lebenskrisen und inneren Konflikten, die in flirrend-nervöser Soundkulisse und schwerem Bombast verarbeitet werden. Doch bei aller Schwere sind auch Hoffnungsmomente zu hören – ein kathartischer Unterton, Selbstreflexion, Aufbrüche. Das Ergebnis: Electronicore für Erwachsene.
Das Adoleszenz-Problem
Machen wir uns nichts vor: Viele Electronicore- und Metalcore-Bands stehen vor einem ähnlichen Problem wie früher Boygroups. Sie begannen mit einer sehr jungen Hörerschaft, mit Texten voller jugendlicher Unmittelbarkeit, tagebuchartigen Geständnissen und viel Gefühlspathos – von Teenage-Angst über das Gefühl des Unverstanden-Seins bis zur Wut über die eigene Ohnmacht. All das verdichtet sich in dieser Musik wie unter einem Brennglas.
Doch Bands und Fans werden älter. Wie lässt sich dieser emotionale Kern ins Erwachsenenalter tragen, ohne den ursprünglichen Charme zu verlieren? Die Antworten darauf sind vielfältig: BRING ME THE HORIZON haben ihren Sound maximal diversifiziert – mit großer Unberechenbarkeit und Kunstanspruch. In ihren Metalcore mischten sich Pop, Alternative, Trap und kunstfertige Elektronik. SLEEPING WITH SIRENS wiederum wandelten sich vom Screamo zu melodischem Pop-Rock, begleitet von introspektiveren Themen. OF MICE & MEN entwickelten sich von jugendlich-wütendem Metalcore in Richtung finsterer, postmetallischer Atmosphäre – mit spürbarer emotionaler Reife.
Die Antwort, die I SEE STARS finden, erinnert ein wenig an BRING ME THE HORIZON – geht aber noch einen Schritt weiter. Sie halten am Teenage-Angst-Motiv fest, und anstatt den Sound zu entschlacken, blasen sie ihn maximal auf. Nicht im Sinne einer Rockoper, sondern mit Mitteln maximaler Künstlichkeit.
„The Wheel“ bietet eine massive Wall of Sound
Auf „The Wheel“ wird der Anteil elektronischer Sounds und Effekte massiv ausgebaut. Andrew Oliver an den Keyboards – Bruder von Sänger Devin und auch zuständig für die Programmierung – übernimmt dabei eine zentrale Rolle. Autotune und Vocal-Effekte sind allgegenwärtig, die Gitarrenriffs eine wahre Breitwand-Orgie. Vieles klingt künstlich und verfremdet: Gesampelte Chöre durchziehen die Songs – mal wie Kinderstimmen, mal wie EDM –, Drum-and-Bass-Rhythmen, synthetische Basslines. Alles pluggert, wabert, verhallt und ist stark gefiltert.
Autotune, hyperaktive Breakdowns und massive Synthesizer-Wände erzeugen eine Übersteigerung, die gleichzeitig überdreht und extrem energetisch wirkt. Es ist eine bestimmte Art von Wall of Sound, die uns hier geboten wird – herausfordernd, laut und überreizt.
Das muss man mögen, klar – doch über weite Strecken funktioniert es und lässt einen immer wieder staunend vor der Anlage sitzen. Den nötigen Punch liefert das enorm wuchtige und dynamische Drumming von Luke Holland, der auch als Drummer von FALLING IN REVERSE bekannt ist. Hier darf er sich als Sessionmusiker richtig austoben. Er trommelt teils komplexer als bei seiner Hauptband und dennoch höchst songdienlich – und prägt den Klang des Albums maßgeblich.
Eingängige Songs – eigenwillige Stimme
Als Kontrast zu dieser Reizorgie stehen die vergleichsweise eingängigen Songs, die beim ersten Hören fast schon poppig wirken. Der Fokus liegt auf einprägsamen Hooks und Refrains – und man könnte der Band den Vorwurf machen, sich nicht vollständig von Metalcore-Konventionen zu lösen. Doch das täuscht: Das Album steckt voller subtiler Details – ein progressiver Basslauf hier, ein schüchternes Piano dort. Die Songs wirken mitunter fragmentarisch, die Strukturen werden bewusst aufgebrochen, sei es durch überraschende Tempowechsel, kurz aufblitzende elektronische Passagen oder rhythmische Brüche. Im Detail ist das alles andere als konventionell. Das führt zu einem interessanten Widerspruch: Die Songs klingen unverschämt catchy, mit ordentlich Zuckerguss überzogen – und erschließen sich dennoch nicht sofort.
Und dann wäre da noch diese ganz spezielle Stimme. Devin Oliver klingt zuweilen, als hätte er einen Heliumballon verschluckt – oft singt er hoch und hell, mal klagend und fast schon weinerlich, dann wieder deutlich verfremdet, fast cyborgartig. Sein oft androgyn wirkender Gesang ist schwer zu fassen. Auf dem Opening-Track „The Wheel“ wandelt er auf den Spuren der BEASTIE BOYS und rappt fast, um im nächsten Moment in eine Art Falsett zu wechseln, die teils ungewöhnliche Gesangsharmonien eröffnet. Seine Darbietung ist emotional sprunghaft, unberechenbar und unperfekt, manchmal leicht kauzig – und genau das trägt dazu bei, dass wir es hier eben nicht mit Metalcore-Stangenware zu tun haben. Eigenwillig ist das allemal.
Metalcore mit Schicksalsrad
Die thematische Klammer für dieses Album bildet das namensgebende Schicksalsrad, eben das „Wheel of Fortune“ – im Intro mit dem Klang einer Roulette- oder Flipperkugel eingefangen, der nicht nur symbolisch das Schicksal repräsentiert, sondern auch auf einem Ritual der Band im Studio basiert: Jeden Tag entschied ein digitales Glücksrad, an welchem Song sie weiterarbeiteten, und diese Idee wurde in den Sound des Intros übertragen.
Der erste richtige Song, „The Wheel“, ist kaum mehr als eine elektronische Entladung – exakt zwei Minuten lang, nervös fiebende Elektronik unter schweren Nu-Metal-Gitarren. Es ist einer dieser Tracks, in denen sich Olivers Stimme zwischen Shouten und forderndem Sprechgesang bewegt – manchmal erinnert er dabei auffällig an die BEASTIE BOYS oder RAGE AGAINST THE MACHINE. Zugleich gehört der Song zu den härteren Momenten der Platte: Er beschreibt das Gefangensein in einem immerwährenden Kreislauf. Das sprechende Ich blickt von außen auf diesen Kreislauf – und ist doch zugleich mittendrin gefangen:
„Noch ’ne Wiederholung derselben Show
Sagen die Lügen, wir kennen sie sowieso
Alle Belege im Loch verbrannt
Torf und noch einmal, wir treiben im Boot
Und noch einmal von vorn!“
Der lärmende Echoraum der Depression
Track Nummer zwei, „Eliminator“, kippt dann direkt in die persönliche Krise. Dumpfes Bassrauschen am Anfang, dann dieser treibende, künstliche Schlagzeugsound. „All I hear is noise“ shoutet Oliver, maximal verfremdet, weit hinten im Hall. Depression erscheint hier nicht als stilles Grübeln, sondern als überfordernde Lärmkulisse, ein hallender Echoraum. Ein Ort ohne klare Orientierung, das Ich gespiegelt in sich verlierenden Sounds und hallenden Chören, die sich brechen, aufspalten und wieder aufeinanderprallen.
Das Haltlose zeigt sich auch in den Songstrukturen. Die Songs sind – wie schon beschrieben – supereingängig. Und doch: Kann man in „Eliminator“ wirklich eindeutig sagen, was Refrain, Pre-Chorus oder Post-Chorus ist? Manchmal wirkt es, als stünden mehrere Refrains nebeneinander. Die Übergänge von Strophe zu Refrain sind fließend, fast entgrenzt.
Da ist die Strophe mit der gesprochenen Stimme: „Ahead of myself till I’m dead / Running again and again“. Dann diese „All I hear is noise“-Passagen, die eigentlich Refrains sein könnten. Und jene Momente, in denen Oliver mit klarer, aber verfremdeter Stimme singt. Ein Kreisen und Widerhall, auch in der Komposition selbst. Die Songs speisen sich aus Lichtern und Farben, aus Bewegungen. Ein Pulsieren, das an Lichtquellen erinnert, deren Takt längst verrutscht ist – flackernde Leuchtreklamen in einer apokalyptischen Stadt.
Das Motiv der überfordernden Vielfalt, dieses emotionale Sperrfeuer, taucht auch im folgenden Track „D4MAGE DONE“ wieder auf. „Millionen Stimmen in meinem Kopf, / noch eine Million neben mir im Bett. / Und ich glaub, sie haben jedes Wort vernommen, / jedes einzelne Wort“, singt Oliver. Ein Hit – zweifellos. Und doch einer der weniger interessanten Songs des Albums. Der Refrain verlässt sich ganz auf diese bombastischen „Ohooohooo“-Chöre, wie sie spätestens BRING ME THE HORIZON auf „That’s the Spirit“ etabliert haben. Kann man machen – aber es bewegt sich eben sehr komfortabel innerhalb der Popcore-Konventionen.
Fast jeder Song hat Single-Potential
Doch potentielle Hits gibt es so einige auf der Platte – wenn man sich nicht vom -möglicherweise oberflächlichen- ersten Höreindruck täuschen lässt. „FLOAT“ etwa, das niedergeschlagen klingt und als Ruhepol funktioniert. Schon der Titel zeigt, wie sehr hier erneut mit dem Motiv der Bewegung gearbeitet wird: ein Fließen, das sich nicht bewusst steuern lässt.
Das Motiv des Alleinseins in der Menge. Die Gefahr, verschluckt zu werden. Oliver singt mit verletzlicher, fast jungenhafter Stimme, erneut stark mit Autotune verfremdet – er bewegt sich in einem emotional indifferenten Zustand. „There is a Black Hole in front of me.“
„I don’t really have no fun no more.“
Der Wunsch, endlich zur Ruhe zu kommen.
Obwohl fast balladesk, ist auch dieser Song von mehreren überraschenden Tempowechseln und wuchtigen Drums durchzogen. Gibt es so etwas wie eine Powerballaden-Idee des Metalcore? Vielleicht wird sie hier umgesetzt. Nach einem ruhigen Mittelteil mit dezenten Bass- und Pianotupfern steigert sich der Song zu einem fulminanten Finale. I SEE STARS packen hier wieder alles aus, was das Metalcore-Genre an Effekten zu bieten hat: gesampelte Kinderchöre, Breitwand-Bombast. Oliver singt in hoher Stimme fast verzweifelt – in diesen Momenten erinnert er an Kellin Quinn von SLEEPING WITH SIRENS.
Emotionale Naturkatastrophen
„Drift“ packt erneut die Nu-Metal-Keule aus und lässt die bekannten RATM-/BEASTIE BOYS-Vibes aufblitzen. Doch das vorab veröffentlichte „Are We 3ven?“ setzt gleich ein weiteres Highlight. Bombastisch hallende Chöre eröffnen den Song, bevor er in eine rockige Nummer mit komplexen Rhythmen und progressiv angehauchten Basslinien übergeht. Im ungewöhnlichen Refrain steigt Olivers Stimme hoch und windet sich luftig durch die Melodie, fast wie ein Heliumballon.
Der Text fasst eine emotional schwierige Beziehung in Worte – und bedient sich dafür Bilder von Naturkatastrophen und körperlicher Versehrtheit. Ein Sturm zieht am Horizont auf, man fällt tausend Fuß tief, die Welt blutet. Kitschig? Ja – aber stimmungsvoll. Die Stimme der anderen Person hallt wie ein Echo durch die eigene: „Do you break like glass?“ – die Angst vor emotionalem Schaden wird spürbar. Im Mittelteil dominiert die Elektronik: Geräusche, als würde man an einem Kettengewinde ziehen, liegen über einem tiefen, schwer lokalisierbaren Bassbrummen.
Hoffnungsvolle Trauerarbeit
Nachdem „Flood Light“ wieder die Hitkarte zieht – ein fast leicht klingender Song mit eingängigem Refrain und leichten Poppunk-Einflüssen, der die Selbsttäuschung behandelt, das Gefühl von Glück nur anderen vorzuspielen –, steht mit „Carry on for you“ Trauerarbeit auf dem Programm. Der Song ist dem Onkel der Brüder Devin und Andrew Oliver gewidmet, der an Bauchspeichelkrebs starb. Ausgerechnet mit Stimmsampeln, die an EDM erinnern, und treibenden Drum-and-Bass-Rhythmen gelingt es der Band, einen bewegenden und emotionalen Song zu schaffen.
Gleichzeitig gehört ausgerechnet dieses Requiem auch zu den hoffnungsvolleren Songs auf der Platte. Das Gefühl von Trauer und Schmerz wird überblendet von einem Versprechen: „Ich werde für dich weitermachen“ – so wird der Verstorbene direkt angesprochen. Gleichzeitig schwingen Zweifel mit: „If I lose my way, will you be my anchor?“ Der Song kreist um ätherische, fast schwebende Texturen, die Flüchtigkeit des Erinnerns trifft auf den Versuch, das Andenken zu bewahren. Gleichzeitig klingt die Stimme, als spräche sie aus weiter Ferne – ein Wechselspiel von Nähe und Distanz, Intimität und drohendem Vergessen. Der Versuch, den Tod und damit die geliebte Person zu verdrängen, erweist sich als Fehlschluss und führt zur Erkenntnis, den Verlust akzeptieren zu müssen: „Auch wenn sich die Jahreszeiten wandeln, ich werde nicht so tun, als würde ich nicht an dich denken.“
Raumöffnende Chöre – sakrale Leichtigkeit
Trotz der düsteren, fast nagenden Themen gibt es immer wieder lichte Momente auf der Platte: Hoffnung wird stellenweise fast ekstatisch beschworen. Die Chöre öffnen den Raum, lösen die Musik aus ihrer Schwere und ziehen den Hörer für Momente in andere Sphären. Trotz ihrer Künstlichkeit schwingt in ihrem Hall etwas Sakrales mit, gar Jubilierendes – ein Klang wie unter dem Gewölbe einer Kathedrale. Zuweilen können sie auch gespenstig wirken, fast bedrängend.
Nachzuhören ist das zum Beispiel in „Anomaly“, vielleicht dem Singlehit des Albums mit bereits mehr als 15 Millionen Spotify-Streams. Auch dieser Song thematisiert die Entfremdung von Umwelt und eigenem Selbst: ein sprechendes Ich, das sich als Anomalie begreift, als Abweichung. „Anomaly“ lässt sich dabei durchaus doppeldeutig lesen – einerseits als auffällig, nicht in die Welt passend, zugleich aber auch als Besonderheit. Ein Ich, das immer wieder aneckt und sich selbst in eine nahezu ausweglose Situation manövriert hat.
„Ich will nicht so leben / so leben – nein / nein, ich will nicht so fühlen / wie ich mich fühle, wenn ich aufwache“, singt Oliver. „Mein Immerdar, kannst du mich endlich verstehen?“ Die Chöre singen „Run, Run, Run“ – ein Fluchtgedanke, der zwischen Getriebensein und Selbstbehauptung oszilliert – getragen von einem Klang, der das Moment der Flucht beinahe sakral überhöht.
Das Album endet mit einer offenen Frage
Man könnte beim flüchtigen Hören von „The Wheel“ den Fehler machen, dies hier nur für ein weiteres Metalcore-Album zu halten – weil man überhört, wie raffiniert die Band ihre Mittel und Effekte einsetzt, wie sie den Raum verdichtet und wieder öffnet, mit verschiedenen Stimmungen und Atmosphären arbeitet – durchaus detailverliebt. Die Elektronik, gleichberechtigt neben dem Rock-Instrumentarium stehend, ist hier kein Selbstzweck – sie trägt eine ästhetische Idee. Und auch, wenn dies streng genommen kein Konzeptalbum ist, so gibt es doch so etwas wie einen konzeptuellen Ansatz: eine Dramaturgie emotionaler Extreme und intensiver Selbstreflexion, die sich sowohl in den Texten als auch in den Arrangements spiegelt. Metalcore als Hallraum des Selbst, gezeichnet von Narben.
So wundert es nicht, dass dieses Album mit einer offenen Frage endet: im fantastischen Abschlusstrack „Curtains Call“. „Wenn die Lichter ausgehen/ und die Vorhänge fallen/ und die Buchstaben von der Leuchttafel fallen – wirst du mich jemals lieben?/ Wirst du mich jemals lieben?“ Ein melancholischer Indie-Rocker, der mit flächigen, fast orgelartigen Keyboards öffnet. Im Mittelteil gibt es, völlig überraschend, ein PINK FLOYD-Gedächtnissolo. Wieder treibende Drums und hell jubilierende Chöre, wieder diese flehende und sensible, auch leicht sonderbare Stimme. Behutsam wird ausgeblendet, während der Puls noch schneller schlägt.
Veröffentlichungstermin: 12.10.2025
Spielzeit: 48:00
Line-Up
Andrew Oliver – Keyboards, Synths, Programmierung, Backing Vocals
Brent Allen – Gitarre, Backing Vocals
Devin Oliver – Gesang
Jeff Valentine – Bass
Luke Holland – Schlagzeug
Label: Sumerian Records
I SEE STARS „The Wheel“ Tracklist
01 Spin It
02 THE WHEEL
03 Eliminator (Visualizer bei YouTube)
04 D4MAGE DONE (Video bei YouTube)
05 FLOAT
06 Drift
07 are we 3ven?
08 Flood Light
09 carry on for you
10 SPLIT
11 Lost It (ft. Palaye Royale)
12 Afterdark
13 Anomaly
14 Curtain Call
Source: Vampster
04.01.2026 - ANNA VON HAUSSWOLFF: Iconoclasts
Es fühlt sich wie eine Ewigkeit an, dass ANNA VON HAUSSWOLFF mit „Dead Magic“ ihr letztes reguläres Studioalbum veröffentlichte, lassen wir „All Thoughts Fly“ mal außen vor. Warum „Iconoclasts“ so lange auf sich warten ließ, wird nach dem ersten Hören sofort klar: Das 75-minütige Album ist so prallvoll mit Ideen, Facetten, großen Songs, dass es kaum gebändigt werden kann, geschweige denn kategorisiert. Und hier sind wir schon beim Titel, denn eine derartige Verweigerung in Schubladen gesteckt zu werden, ist nichts anderes als Ikonoklasmus. Traditionelles wird über den Haufen geworden, mal aus vollem Herzen, mal beinahe zärtlich. Dass diese Neuorientierung Zeit kostet, verwundert kaum.
Dabei hilft es ungemein, dass sich VON HAUSSWOLFF nicht als Einzelkämpferin, sondern viel mehr als Anführerin sieht. Zusammen mit einer Vielzahl an Musiker*innen liefert sie sich eine kreative Schlacht, wobei einige mehr am Songwriting beteiligt sind, als nur sie und Langzeit-Sidekick Filip Leyman. Das hätte selbstverständlich komplett schiefgehen können – tut es aber nicht. Stattdessen ist die überbordende Kreativität über weite Strecken punktgenau kanalisiert, der Fluss vom ungebremsten Progrock hin zu Ambient und Drone lebendig ausgestaltet und statt Verbissenheit ist da ein Statement zu lebender, atmender Kunst zu hören.
ANNA VON HAUSSWOLFF denkt groß: Mit einem gewaltigen Ensemble lässt sie sich auf „Iconoclasts“ von nichts und niemandem ausbremsen.
Dass „Iconoclasts“ ein wilder Ritt werden wird, macht schon das Intro „The Beast“ klar, auf dem sofort der heimliche Star des Albums parat steht: Über die Drones der VON HAUSSWOLFFschen Orgel spielt Saxophonist Otis Sandsjö eine wilde Harmonie, die hängen bleibt. Sandsjö prägt das Album durchgehend mit seinem Spiel und haucht Lebendigkeit und Leichtigkeit ein. Nach dem Intro sammelt sich das Album, fließt über in einen, nun ja, Stadionsong: „Facing Atlas“ hat etwas von einem großen Indiehit, mit leicht überbordendem Refrain, ist aber zweifellos brillant geschrieben und gespielt – und ins Herz gehend. Derlei Songs gibt es noch zweimal zu hören: „The Whole Woman“, bei dem sie ein herziges, minimal ironisches Duett mit Legende IGGY POP singt, dessen tiefe, von Leben und Alter gezeichnete Stimme den Raum für sich einnimmt, sowie „Aging Young Women“ als Duett mit ETHEL CAIN, das allerdings weit weniger charismatisch ist.
Das Album ist voluminös und dynamisch produziert, es will entfesselt und laut aufgedreht werden, komme was wolle. ANNA VON HAUSSWOLFF ist eine superbe Livemusikerin, und sie schafft es, diese Energie in das Album fließen zu lassen. Dabei profitiert sie natürlich davon, dass ihr sie und ihr Sparringspartner Filip Leyman sich ganz genau kennen und das Songwriting punktgenau einerseits, mit genügend Raum für Experiment andererseits ausstatten, und in ein wuchtiges, dynamisches, organisches Klangkonstrukt fließen zu lassen. ANNA VON HAUSWOLFFs Alben haben nie so gut und brachial geklungen. Dieses aufbäumende Momentum braucht natürlich einen Gegenpol. Der Titelsong macht das über elf Minuten völlig richtig, fährt sich nach einer gewaltigen Steigerung runter, wird leise und baut zugleich Spannung auf. VON HAUSSWOLFFs Stille ist hier auch entfesselt, sie dringt in Höhen vor, die ihr bisher nicht zugetraut wurde.
„Iconoclasts“ funktioniert vor allem in den wilden Momenten: ANNA VON HAUSSWOLFF lässt hier ihrer überbordenden Kreativität freien Lauf.
Das Halten von Spannung gelingt ANNA VON HAUSSWOLFF allerdings nicht immer. „The Mouth“ hat Längen, das Instrumental „Consensual Neglect“ ist verzichtbar, „An Ocean Of Time“ hätte locker um die Hälfte gekürzt werden können. Und doch sind es die Interludes, die leisen Kompositionen, die ruhigen Momente, die bewirken, dass beispielsweise „Stardust“ mit seinem pumpenden Bass und dem coolen Groove so richtig zur Geltung kommt. Auch in leisen Momenten verstecken sich Highlights: „Unconditional Love“ als Duett mit ihrer Schwester Maria, ist ein betörendes Post Rock-Stück, das die Schwelle zum Kitsch überspringt und durch diesen Mut erst so richtig zu Tränen rührt. Und doch ist es die wilde Seite, durch die bei den Rezipienten das Blut in Wallung gerät: „Struggle With The Beast“ nimmt das Thema des Intros auf und baut es zu einem Epos aus, das THE MARS VOLTA ebenbürtig wird.
„Iconoclasts“ bietet unglaublich viel zu entdecken und ist reich an so vielen Facetten. ANNA VON HAUSSWOLFF geht voll ins Risiko: Sie nimmt den nächsten Schritt in ihrer künstlerischen Entwicklung, lässt ihren Indie-Background bis zu einem gewissen Grad hinter sich, ohne in Pop zu tauchen, ohne zu einer verkopften Progrock-Musikerin zu werden. „Iconoclasts“ ist das Zeugnis einer Individuation, und dazu braucht es andere Mittel, als die Musikerin sie bisher hatte. Das fast 75-minütige Album ist eine bombastische Produktion, doch ANNA VON HAUSSWOLFF und Filip Leyman verlieren nicht die Bodenhaftung. Und wenn sie es tun, dann fast immer nur, weil es der Musik dient. Dass sie bei den oben genannten Songs das zupackende Momentum verlieren, ist dabei verschmerzbar. Im großen Kontext macht es diese Heldinnenreise sogar noch etwas nahbarer. „Iconoclasts“ eines der ganz spannenden, reichhaltigen Alben des Jahres 2025 und gehört in die Sammlung von abenteuerlustigen Hörer*innen, die keine Genregrenzen brauchen.
Wertung: 9 von 11 Exuvien
VÖ: 31. Oktober 2025
Spielzeit: 72:55
Line-Up:
ANNA VON HAUSSWOLFF – Songwriting, Vocals, Church Organ, Guitar, Woodwinds
Filip Leyman – Songwriting, Guitar, Drums, Percussion, Synthesizer
Otis Sandsjö – Songwrinting, Saxophone, Clarinet, Woodwinds
Joel Fabiansson – Guitar
Karl Vento – Acoustic Guitar
David Sabel – Songwriting, Bass
Love Meyerson – Drums
Samuel Runsteen – Strings
Jenny Jonsson – Violin
Alexander Chojecki – Violin
Annie Svedund – Violin
Charlotta Grahn-Wetter – Violin
Märta Eriksson – Viola
Lisa Reuter – Cello
Viktor Reuter – Double Bass
Martin Schaub – String Arrangements
Abul Mogard – Songwriting, Electronics
IGGY POP – Vocals
ETHEL CAIN – Vocals
Maria von Hausswolff – Vocals
Produced by ANNA VON HAUSSWOLFF & Filip Leyman
Label: Year 0001
ANNA VON HAUSSWOLFF „Iconoclasts“ Tracklist:
1. The Beast
2. Facing Atlas
3. The Iconoclast
4. The Whole Woman (ft. IGGY POP) (Official Video bei Youtube)
5. The Mouth
6. Stardust (Official Video bei Youtube)
7. Aging Young Women (ft. ETHEL CAIN)
8. Consensual Neglect
9. Struggle With The Beast
10. An Ocean Of Time (ft. ABUL MOGARD)
11. Unconditional Love (ft. MARIA VON HAUSSWOLFF)
12. Rising Legends
Mehr im Netz:
https://www.annavonhausswolff.com/
https://annavonhausswolff.bandcamp.com/
https://www.instagram.com/annavonhausswolff/
https://www.facebook.com/annavonhausswolff
Source: Vampster
04.01.2026 - First Aid 4 Souls feat. Divas Of The Dark – Progenitrix (Digital/CD Album – Alfa Matrix)

István Gazdag remains an extraordinarily productive artist, releasing a wide range of material every year....
Source: Side Line
04.01.2026 - Happy Birthday TILL LINDEMANN

We wish Rammstein singer Till Lindemann all the best for his 61st birthday. Did you know?– Till wrote his first lyrical texts at the age of nine.– As a teenager, he was a competitive swimmer and even qualified for the 1980 Olympic Games in Moscow.– Lindemann is a trained carpenter.– He was a drummer in […]
Source: Orkus
04.01.2026 - KILLING KIND – “Being Human”

Post-punk with an eighties feel KILLING KIND“Being Human“Album (Aenaos Records) With irresistible post-punk, warm synth sounds and ice-cold guitar riffs, Killing Kind immediately play their way into hearts and minds. Their second album “Being Human” is a dystopian mixture of excellent, modern sound and cozy eighties sound déjà vu. You can’t help but think of […]
Source: Orkus
03.01.2026 - Stillstand, Einsicht, Neubeginn: ‘VNV Nation’ melden sich 2026 zurück

Wenn Stille nicht kreativ, sondern medizinisch bedingt ist, hört die Szene plötzlich sehr genau hin. Nach Tagen voller Spekulationen und vieler Genesungswünsche liegt nun seit heute
Source: MedienKonverter
03.01.2026 - Das Ich - Die Propheten

Gestern saßen wir noch zufrieden vor unserem frisch veröffentlichten Review zur ‚Der Böse Gott EP‘ von AD:KEY, heute fällt uns beim routinierten Blick ins eigene Archiv...
Source: MedienKonverter
03.01.2026 - News: Peter Gabriel continues to examine man’s connection with nature and technology, releasing first single from eleventh studio album
More than two years ago, Peter Gabriel released I/O his tenth studio album, and his first release of new music in 21 years. Now, he is following up with the announcement of O/I, on which the artist examines man’s relationship with his technology, specifically pointing AI, brain/computer interfacing, and quantum computing. [..]
Source: RE:GEN Mag
03.01.2026 - News: Caput Medusae embarks on cosmic and melancholic journey through space and time with title track from forthcoming EP
German darkwave duo Caput Medusae has revealed the title track from the forthcoming Schwarzschild EP as its latest single. Supplemented by a music video created by Design Baustelle, “Schwarzschild” presents the band’s hypnotic and melancholic sound [..]
Source: RE:GEN Mag
03.01.2026 - WE THE NORTH – Love + Death

Als ich das Cover des Albums das erste Mal sah, dachte ich sofort irgendwie an Skandinavien, Death Industrial und Cold Meat Industry, womit ich allerdings völlig falsch lag, am Ende aber dann doch nicht ganz. Johan Hansson kommt nämlich wirklich aus Schweden und war in der Vergangenheit schon mit den Projekten CYANIDE, MONDOCANE und UNITARY im Dark Metal & Electro-Bereich aktiv, dabei allerdings meist eher unter dem Radar der Szene. Mit WE THE NORTH könnte sich das jetzt schlagartig ändern, denn sein als Nordic Noir betitelter Synth Pop ist fluffig tanzbar und melodisch eingängig, jedoch ebenso hintergründig, melancholisch und tiefsinnig zugleich. Das seine Stimmfärbung der von Marcus Meyn (CAMOUFLAGE) ähnelt, dürfte der Sache schon mal nicht abträglich sein, wie der gemischt englisch und schwedisch sprachigen Gesang wunderschön charmant rüber kommt. Das die Rhythmik zuweilen zum Discofox verführen will und es dabei aber nicht wirklich peinlich wird, dürfte ein weiteres Qualitätsmerkmal von „Love + Death“ sein. „Love + Death“ ist ein richtig feines Synth Pop-Album im coolen Style, das dem meist bräsigen Vertretern dieses Genres aus deutschen Landen locker leicht überlegen ist! 121 Exemplare gibt es davon im schwarzen und 212 als clear Vinyl + von Hand nummerierter Postkarte und Download-Code. Die CD-Ausgabe bietet als Bonus zusätzlich 5 Remixe von SEPPUKU, BLIPBLOP, KORD, SINE CITY und DESIDERII MARGINIS, womit wir beim letzteren doch noch bei Cold Meat Industry gelandet sind. Und wenn ich mir jetzt das Cover von „Love + Death“ noch mal genauer anschaue, fallen mir gerade Referenzen zu PSYCHIC TV auf, aber lassen wir das mal lieber und tänzeln entspannt locker mit WE THE NORTH ins neue Jahr. (Marco Fiebag)
Source: BLACK Onlinemagazin
03.01.2026 - Ben Blutzukker - Laut und deutschlich

Man sollte dieses Album nicht hören, wenn man schlechte Laune hat. Und man sollte es erst recht nicht hören, wenn man Humor mit bierernstem Ernst verwechselt. ‘Laut...
Source: MedienKonverter
03.01.2026 - Jahresrückblick 2025 von Markus

Da mir Livemusik immer wichtiger wird, beginne ich auch nicht Musik von der Konserve, sondern mit den besten Konzerterlebnissen des vergangenen Jahres, in chronologischer Reihenfolge.
Heidelberg Deathfest mit THE CROWN, SUFFOCATION, ANGELMAKER, FLESHCRAWL. Heidelberg, halle02, 15.03.2025
Mein erstes Heidelberg Deathfest! Auch wenn ich persönlich wieder immer mehr in die Punk & Hardcore-Richtung abdrifte, ist es dennoch der Death Metal, der mir die Seele reinigt. So ging es an einem kühlen aber schönen Samstag im März nach Heidelberg zum mittlerweile achten Deathfest. Die Fahrt mit dem ICE war super (dank nur einer Station Fahrtstrecke) und schon waren wir mitten drin. Billing und Leute top – inklusive Wiedersehen mit einigen netten Leuten – war das Deathfest das erste Highlight des Jahres. Persönliche Überraschungen: ANGELMAKER und FUMING MOUTH jeweils mit krass guten Shows – ein Album der beiden würde ich mir zuhause aber vermutlich nie anhören – dann herzerwärmend gute Auftritte von SLAUGHTERDAY, FLASHCRAWL und SUFFOCATION. Außer der Reihe (freiwillig unkomisch oder unfreiwillig komisch?) SPASM. Ja, doch, waren witzig. Herausragend: THE CROWN. Ich bin froh, dass ich sie im Jahr davor noch in Göteborg und nun im März in Heidelberg sehen durfte. Mit dieser Band verbinden wir mit vampster seit Anfang an eine ganz persönliche Beziehung und viele Erinnerungen, diverse Treffen, Höhen und Tiefen. Schade, dass sie ab nächstem Jahr wohl Geschichte sein werden. Ach Fuck.
SCHUBKARRE, DIE SIFFER. Marbach, Café Provinz, 22.03.2025
Ist es doof, die eigene Band in einem Jahresrückblick aufzuführen? Nö, denn für mich selbst war es ein Konzerthighlight – auch wenn ich dabei selbst auf einer Bühne stand. Seit einiger Zeit mache ich mit SCHUBKARRE wieder selbst Musik, und ich kann mir keinen besseren musikalischen Platz vorstellen, an dem ich mich zuhause fühle. Am 22.03. hatten wir Gelegenheit, unsere erste eigene LP live zu präsentieren, ein Abend wie im Rausch, zwischen Metal, Punk, wohlgesonnenen Leuten, einigen Biers und einfach guten Vibes. Das hat mich sehr berüht. Auch, dass die eigene Musik in der Lage ist, anderen Menschen Freude zu machen. Die Bude war jedenfalls voll und das hat sich bis zum Ende nicht geändert. Als Opener haben sich DIE SIFFER bereit erklärt – eigentlich sind die ja mit schuld daran, dass wir überhaupt live spielen ;-).
DESSERTED FEAR. Stuttgart, Club Zentral, 03.05.2025
Das aktuelle DESERTED FEAR Album kickt mich ehrlich gesagt gar nicht mal so. Live strotzen die Jungs aber nach wie vor vor Spielfreude und senden sympathische politische Botschaften. Leider ist das ja wichtig geworden inzwischen… Schöner Abend zusammen mit KVAEN & FALL OF SERENITY, in einem ebenfalls sympathischem Club, dem Club Zentral.
KING DIAMOND, PARADISE LOST, ANGEL WITCH. Ludwigsburg, MHP Arena, 14.06.2025
Was im Vorfeld nach einer komischen Band-Konstellation klang, entpuppte sich am Konzertabend als durchaus gelungene Mischung: ANGEL WITCH mit traditionellem, leidenschaftlich präsentierten Heavy Metal, PARADISE LOST, moderner und schwerer im Sound, dennoch ebenfalls bestens aufgelegt – und ein KING DIAMOND in Höchstform. Über seinen Gesang kann man sich streiten, ja. An diesem Abend war allerdings ALLES perfekt. Eine Show, die ihren Namen auch verdient, durch die Bank hervorragende Musiker – und im Zentrum natürlich der King. Bestens aufgelegt, wusste er sein Publikum zu fesseln – und ein Ständchen der Fans gab es auch noch, hatte er an dem Tag doch Geburtstag. War ein feiner Abend.
CIRCLE JERKS. Frankfurt, das Bett, 05.08.2025
Manchmal ist es schon unreal. Da wächst man musikalisch in den 80ern auf, entdeckt dieses Feuer, das sich Hardcore Punk nennt und wird gefangen von diesen wilden, ungestümen US-Bands wie den CIRCLE JERKS. Lange Zeit haben sie mich begleitet und sind über die Jahrzehnte immer wieder in das Tape Deck, auf den Plattenteller oder die Spotify-Playlist gewandert. Und diesen Sommer war es soweit – die CRICLE JERKS kommen tatsächlich mal wieder nach Deutschland, und ich kann sie zum ersten Mal live sehen. Unfassbar. Und so war der Abend dann auch – unfassbar. Klassiker reihte sich an Klassiker, dieser endlos schienenden Setlist. Und ermutigend war er auch: kann man als Band offenbar nach fünfundvierzig Dienstjahren und kurz vor dem siebzigsten Geburtstag des Sängers Keith Morris immer noch ordentlich Arsch treten. Und dieser Sound… Was für eine Gitarrenwand kann man denn bitte mit nur einer Gitarre, angeschlossen an zwei Amps und zwei Marshall Boxen, generieren? Die CIRCLE JERKS wissen halt immer noch genau, wie’s geht.
GORILLA BISCUITS, TERROR. Nürnberg, Löwensaal, 15.11.2025
Manchmal ist es schon unreal, Teil zwei. Da wächst man musikalisch in den 80ern auf, entdeckt dieses Feuer, das sich Hardcore Punk nennt und wird gefangen von diesen wilden, ungestümen US-Bands wie den GORILLA BISCUITS. Ja, tatsächlich, dieses Glück ist mir in diesem Jahr zwei Mal widerfahren: Zwei Lieblingsbands meiner Jugend, die ich noch nie live gesehen habe, kommen nochmal nach Deutschland. Und GORILLA BISCUITS haben tatsächlich nochmal eine Schippe mehr draufgelegt als die CIRCLE JERKS drei Monate zuvor. Doch bevor es soweit war, sorgten NO PREASSURE für das erste kleine Einheizen – und natürlich TERROR, die den Löwensaal in eine eben solche Grube verwandelten: Das Publikum war nur noch ein Knäul heißer Leiber und die Bühne entwickelte sich zur ersten Laufstrecke und Absprungrampe für Stagediver. Wahnsinn. Getoppt wurde es dann tatsächlich nochmal durch die GORILLA BISCUITS. Abgeklärt as Fuck und so voller Spielfreude, dass man als Fan nicht wusste, ob man lachen oder vor Freude weinen sollte. Ich hab mich für beides entschieden. So sollte der perfekte Konzertabend einfach sein.
Ich bedanke mich bei den folgenden Bands, die mich 2025 mit ihrer Musik berührt haben:
NAEVUS, PARADISE LOST, PHANTOM CORPORATION, BRUTUS, THE GOOD THE BAD AND THE ZUGLY, BAEST, LIK, MANTAR, MOUNTAIN THRONE – und natürlich meinen Hasen von SCHUBKARRE – danke für Alles.
2025 – und sonst so…
Zweitausendfünfundzwanzig. Ja verdammt. Was war das eigentlich? Persönlich war es ein gutes Jahr, et läuft. Dafür bin ich dankbar. Dennoch war 2025 ein Jahr, bei dem es einfach okay ist, dass es hinter uns liegt, in seinem eigenen kalten Schweiß, erschöpft und perplex, ob der vielen strangen Dinge, die ihm während dieser einen Drehung um sich selbst widerfahren sind. Was ist nur los, auf dieser Welt, in diesem Land, in unserer Gesellschaft. Ist das schon das letzte Zucken, das letzte Aufbegehren einer Zivilisation, der unterschwellig bewusst ist, dass sie es einfach vergeigt hat, dass das „immer immer weiter“ nur ein Trugschluss war, dass wir es weltumspannend verkackt haben, scheinbar untrennbar miteinander verbunden und nun dabei, uns in einen Abgrund zu reißen, ohne Aussicht auf einen Fallschirm oder doppelten Boden? Ein beängstigender, wenig hoffnungsvoller Gedanke. Für mich aber die naheliegendste Erklärung, warum diese, unsere Welt so ist, wie sie ist. Vernunft, Empathie und Weitsicht scheinen nicht mehr gefragt. Ein kurzes Aufbäumen der Vernünftigen, betroffenen, Jungen, die besonders an Freitagen auf sich und das, was im Argen liegt, hingewiesen haben, endgültig niedergemezelt, lächerlich gemacht, begraben. Stattdessen wittern rechte Spinner, die sich bislang in der Mitte der Gesellschaft konserviert haben, Morgenluft, berauscht von den „Erfolgen“ einer Partei, die uns nichts anzubieten hat, außer Spaltung, Hetze und einer weiteren Zuspitzung der Verhältnisse, die uns diese Scheiße erst eingebrockt haben, mit angeblich alternativen Lösungen, die eben alles sind, nur nicht das, was sich wohl viele von ihr erhoffen und versprechen – eine Alternative zum bisherigen – denn eine Alternative müsste ganz anders aussehen, als das Umfärben der doch selben Mauern, Brettern, Wänden. Wahrscheinlich passiert das alles aus Hilflosigkeit und schierer Ohnmacht, weil sich eben NICHTS abzeichnet, was sich als echte Alternative bezeichnen ließe – außer man akzeptiert, dass eine wirkliche Alternative erst mal weh tun würde und viele Dinge ganz anders angepackt werde müssten. Aber das will man ja auch nicht. Doch nicht, wenn es die eigene Bequemlichkeit beeinträchtigt. So schlimm kann es dann also doch nicht sein. Nun ja, wir werden ja sehen, wo das alles im kommenden Jahr hinführt. Klingt negativ? Ach, ja, mag sein, aber bin ich ja eigentlich gar nicht. Wie einleitend gesagt – persönlich geht es mir tipptopp – und gute Musik gab es 2025 auch. Das macht mir jedenfalls Hoffnung.
Source: Vampster
03.01.2026 - DOMINIK EULBERG – Lepidoptera

Lepidoptera ist der wissenschaftliche Name für den Schmetterling und ein Blick auf das von Nikolas Kuhlen gestaltete Layout des neuen Albums von Dominik Eulberg sagt alles. Die 12 Stücke der Platte kreisen um das Thema Falter und Schwingen. Musik ist für Eulberg die Selektion aus einem riesigen Meer an thematischen Möglichkeiten. Und was liegt näher als Biologe und Elektromusiker sich die Themen daraus zu fischen, die einen am Herzen liegen und erfreuen. Schmetterlinge breiten ihm Freude und sowohl er als auch seine Frau sind schmetterlingsverrückt. Nicht nur als Gastwissenschaftler des Naturkundemuseums in Berlin hat er sie erforscht. Seit Jahren studiert er ihren Flug und ihr Verhalten. Auf Basis langjähriger Züchtungen und Beobachtungen ziehen sich seine Wahrnehmungen und Erkenntnisse wie ein roter Faden durch die 12 Lieder, von denen jedes nach einem Schmetterling benannt ist. In der Vinylausgabe sind auf der einen Platte sechs Lieder für Nachtfalter und auf der anderen die sechs Stücke für die Tagfalter versammelt. Wesen und Verhalten in allen Stadien der Spezies versteht Eulberg durch Elektromusik und Ambientklänge aufzugreifen. Die Geräusche der Schmetterlinge und ihre Flugrhythmen können wir durch unsere Zufallsbegegnungen mit ihnen nicht wahrnehmen. Dominik Eulberg aber hat das was er bisher über sie erfahren und von ihnen gelernt hat auf die für ihn typische Art umgesetzt. Intrinsisch und intuitiv fallen die Tagfaltertracks fröhlicher und beschwingter aus. Die Nachtfalter kommen eher düsterer ans Ohr. Das liegt aber vor allem daran, dass sie ruhiger, zurückhaltender angelegt sind und sich mehr Zeit im Aufbau und Ausklang der Songstruktur nehmen. Filigrane Stücke und flatternde Rhythmen begegnen uns allenthalben. Dabei sind keine Parallelen zwischen den Liedern zu finden. Jedes Stück steht für sich selbst, gemäß dem Motto der Natur divers zu bleiben, da Diversität ein Grundprinzip der Natur ist. Je diverser, desto resilienter ist sie!
Eulberg kann nicht nur aus seinen Erfahrungen als Biologe schöpfen, sondern blickt bereits auch auf eine lange DJ-Karriere zurück. Es ist das 7. Album, dass er hier als Einzelkünstler vorlegt und im Vergleich der Vorgänger die Namen wie „Diorama“, „Mannigfaltig“ oder „Heimische Gefilde“ tragen, stellt Lepidoptera sein bisher ambitioniertestes Werk dar. Er mache Musik so, wie sie aus ihm herauskäme, ohne dabei ihre Clubtauglichkeit oder Genregrenzen in den Blick zu nehmen, hat er in einem Interview gesagt. Und so finden sich hier Ambientklänge, tanzbare Rhythmen und orchestrale Ansätze auf der Platte. Es ist jedes Mal ein Jammer, wenn sie durchgelaufen ist und man von vorn beginnen muss, wird man doch von der Stille unsanft aus der Träumerei gerissen. (M.W.)
Source: BLACK Onlinemagazin
03.01.2026 - Ad:Key - Der Böse Gott EP

Gott ist tot, Gott ist neu, Gott ist… böse? Das Thema göttlicher Größenwahn hat in der elektronischen Musik eine kleine, aber feine Tradition. Bereits 1991 sorgten ‚Das...
Source: MedienKonverter
31.12.2025 - Best of industrial / electro / post-punk albums of 2025

Traditionally, I close each year with my TOP 25 of the best industrial / electro...
Source: Side Line
28.12.2025 - DE MORTEM ET DIABOLUM 2025 :: Ein grandioses Black Metal Festival (Teil 1)

Livebericht Teil 1
vom DE MORTEM ET DIABOLUM XI
05.+06.12.2025 in Berlin, Orwohaus
(Bericht und Photos by Domenico)
EINLEITUNG
Hallo zusammen,
mir sind Transparenz und Ehrlichkeit gegenüber meinen Lesern immer sehr wichtig gewesen. Deshalb nehme ich mir zunächst die Freiheit, eine ernstgemeinte Frage in den Raum zu werfen:
Was erwartet ihr von diesem Artikel? Die Antwort auf diese Frage ist mittlerweile deutlich weniger selbstverständlich als noch vor zehn Jahren.
Aus diesem Grund halte ich es für notwendig, diese Einleitung zu schreiben, um eine klare Ansage zu tätigen:
Wenn ihr jetzt erwartet, dass ich mich darüber beschwere, dass jeder dritte Zuschauer ein Shirt einer „problematischen“ Band getragen hat oder dass ich nach „Awareness“ schreie, weil ein 58-jähriger Penner eine 21-jährige Ukrainerin mit Corpsepaint begrapscht hat, oder dass ich mich wie ein Reggaeton-Sänger aufführen werde, weil eine D-Größe tragende 43-Jährige mir einen geblasen hat, während ich bei TSJUNDER in der ersten Reihe stand – dann könnt ihr gleich aufhören zu lesen und Reddit aufmachen. Dort werdet ihr Inhalte finden, die eher zu euren Interessen passen.
In diesem Artikel wird es nämlich um etwas ganz anderes gehen: um all das Schöne, was die Black Metal Szene zu bieten hat. Das DE MORTEM ET DIABOLUM 2025 war nämlich ein grandioses Festival und verdient einen mehr als erfreulichen Bericht.
ULTIMA NECAT
Die Dresdner Black Metal Band ULTIMA NECAT eröffnet das Festival. Der für die Aufteilung zuständige Mitarbeiter hat im Lateinunterricht wohl nicht aufgepasst. Der Bandname bedeutet nämlich so viel wie „Letzte Tötung“. Auf der Bühne steht die Jungfrau Maria zwischen brennenden Kerzen, und allen wird sofort klar, was gleich geschehen wird. In wenigen Sekunden werden wir vom blasphemischen Klang des Old School Black Metals überrumpelt, und die Zeit vergeht wie im Flug. Eine erste Show, über die nicht viel zu sagen ist, die das Publikum allerdings jubeln ließ.
NYRRST
Der zweite Slot des ersten Festivaltags ging an die isländische Band NYRRST. Dieses Mal ging es in eine eher melodischere Richtung, obwohl die Augenblicke zum Headbangen nicht gefehlt haben. NYRRST verkörpert quasi das isländische Leben auf ihre eigene Art und Weise: mit einer Musik, die von melancholischen Melodien bis zum hasserfüllten Geballer wechselt. Genau das führte dazu, dass man sich wie auf einer Tour durch Island fühlte, während man sowohl die Kälte des Landes als auch die Hitze der Vulkane ertragen musste und sich nur noch dachte, wie schön das alles ist. Die isländische Szene mag weniger berühmt sein als die der anderen skandinavischen Länder, aber sie ist vollgepackt mit phänomenalen Bands, die definitiv mehr Unterstützung verdient hätten. NYRRST war das beste Beispiel dafür. Diese facettenreiche Show ist eines der Highlights der diesjährigen Edition und wird niemals in Vergessenheit geraten.
VORGA
Weltraum-basierte Texte und Shirt-Designs, Laserspiele auf der Bühne und Old School Attitüde – die Karlsruher Band VORGA weiß ganz offensichtlich, wie man das Herz eines Physikers zum Schlagen bringt. Das war schließlich auch zu erwarten, da sie aus derselben Stadt kommen wie eines der wichtigsten Dokumente der Geschichte der Kernphysik: die Karlsruher Nuklidkarte, sowie von einem der größten Teilchenbeschleuniger der Welt, der einfach Katrin genannt wird und eine absurde Transportgeschichte hinter sich hat. „Ähm… Domenico… Das hier sollte ein Bericht über ein Black Metal Festival werden und keine Doktorarbeit… Könntest du dich jetzt bitte auf die Auftritte konzentrieren und das Physikgedöns sein lassen?“ Ja, okay… Dann kommen wir nun zum Punkt: Der Sound von VORGA ist sehr hypnotisch. Man fühlt sich einfach gezwungen, die Show äußerst genau zu beobachten, was durch die oben genannten Laserspiele nicht gerade erleichtert wird. Mit dieser ungewöhnlichen Mischung halten sie die Kraft des Black Metals am Leben und sind immer wieder eine sehenswerte Band, die genauso wie NYRRST nie die Aufmerksamkeit bekommen hat, die sie verdient hätte.
OMEGAETERNUM
Was für eine Überraschung! Der französische Newcomer tritt knapp ein Jahr nach seinem Debüt auf dem Mortem et Diabolum auf und liefert eine gewaltige Show, womit die wenigsten gerechnet hätten. Das Album präsentiert einen Sound, der an die Landsmänner DEATHSPELL OMEGA erinnert, mit entsprechend sehr langen Songs, die sich in 40 Minuten kaum unterbringen lassen. Und trotzdem schafften es die Franzosen, uns alle mitzunehmen und zu begeistern – dank einer Bühnenpräsenz, die bei Newcomern selten zu finden ist. Die Länge der Songs wurde zu keinem Zeitpunkt zum Problem, und die Spannung blieb stets hoch – was bei derartigen Auftritten alles andere als selbstverständlich ist. Es bleibt nur die Frage, was OMEGAETERNUM mit mehr Spielzeit erreicht hätte.
ARSGOATIA
Nachdem wir über längere Spielzeiten, Physik, fragwürdige Urlaubstipps und den Wachsfetisch der Jungfrau Maria gesprochen haben, ist es Zeit, über das zu reden, was die Black Metal Szene zu dem gemacht hat, was sie ist: Blut, Gewalt, Vulgarität und Satan! Die Österreicher ARSGOATIA schreien „Fickt euch ins Knie!“ ins Gesicht der Leute, die auf Atmosphäre und Melancholie hoffen, und verursachen wortwörtlich ein Blutbad. Von der ersten bis zur letzten Sekunde wird man von der primitiven Gewalt des reinsten Black Metals überrumpelt und bekommt keine Sekunde Luft. Abschließend wurde ein satanisches Ritual durchgeführt, bei dem jede Menge Schweineblut ins Publikum geworfen wurde – ich wurde mehrmals getroffen. Das wird meinen pakistanischen Zimmergenossen mit Sicherheit gefreut haben!
SUNKEN
Nach diesem Blutbad wechselten wir erneut die Richtung und begrüßten die Dänen. Sie spielten eine einstündige Show, die zum Träumen einlud. Die Atmosphäre war absolut magisch, fesselnd und faszinierend. Trotzdem vergaß man keinen Moment, auf welchem Festival man sich gerade befand: Trotz der melodischen und atmosphärischen Ausrichtung war die Black Metal Essenz stets präsent. Der übermäßige Einsatz der Nebelmaschine schadete dem Auftritt keineswegs. SUNKEN hat auf jeden Fall die Herzen der Zuschauer berührt. Ich durfte sogar sehen, wie eine oder einer eine Träne zu Boden fallen ließ, und kann mir gut vorstellen, woran das lag. Das war ein Auftritt, der den Black Metal wie ein Gedicht darbot: atmosphärisch, introspektiv, teilweise sogar romantisch. Es ist unfassbar, was diese Musik mit ihren Fans bewirken kann.
ELLENDE
Alles, was bisher über Melancholie, Atmosphäre und Romantik gesagt wurde, treibt ELLENDE auf die Spitze. Schon in der ersten Sekunde des Auftritts wird die Seele vom Körper getrennt, und den Emotionen werden keine Grenzen gesetzt. Die österreichische Atmospheric Black Metal Band berührt nicht nur die Herzen der Zuschauer, sondern zerkratzt sie auch und hinterlässt Narben, die niemals heilen werden. Niemand, wirklich niemand, wurde von dieser Ode an menschliche Verletzlichkeit verschont. Die Tränen, die bei SUNKEN geflossen sind, hatten sich nun verdreifacht – ein Beweis dafür, dass sich hinter den ganzen Nieten- und Christenfeindlichen Shirts auch Herzen verbergen. Herzen, die so schwer zu berühren sind, dass nur die besten Künstler es schaffen, was hier geschehen ist. Man könnte sagen, ich müsste zum Dichter werden, um diesen Auftritt zu beschreiben. So sei es! Die Luft wird immer dicker, die von den giftigen Riffs verursachten seelischen Wunden sind noch immer offen und werden von den krächzenden Vocals ohne Gnade vergrößert und infiziert. Obwohl das alles zum Leiden führen sollte, bewirkte es genau das Gegenteil: absolute Ekstase, verursacht durch diese emotional gelandene Spielweise des Black Metals.
AUSTERE
Nachdem wir jede Menge Bösewichte mit Corpsepaint, Nieten und Schweineblut beobachten durften, erscheinen diese vier australischen Milchbuben auf der Bühne. Keine Sorge! Das sind keine Future Palace Fans, die sich irgendwie verlaufen haben, sondern der heutige Headliner: die depressive Black Metal Ikone AUSTERE. Ähnlich wie die beiden zuvor auftretenden Bands setzen sie stark auf Emotionen und Atmosphäre und nehmen sich die Freiheit, den Boden des ORWO-Hauses mit weiteren Tränen zu befeuchten. Dieses Mal konnte man deutlich erkennen, dass die Spielzeit länger war als sonst – was dem Auftritt jedoch keineswegs schadete. AUSTERE ist ein Headliner, der uns auf eine gewisse Weise über uns selbst nachdenken ließ: über unsere Stärken, Schwächen, Ängste, Unsicherheiten und alles, was damit verbunden ist. Depressiv und atmosphärisch zugleich, fügte dieser Auftritt uns Schmerzen zu, die uns leiden und gleichzeitig freuen ließen. So ungewöhnlich das alles klingen mag: AUSTERE bewies sich als würdiger Headliner und hinterließ weitere Spuren in unseren Seelen, die nicht so schnell verschwinden werden.
ABDUCTION
Es ist 1:00 Uhr, acht Bands haben bereits gespielt, und das Publikum hat sich halbiert. Der eine wird wohl betrunken auf dem Dach des Food-Trucks tanzen, der andere in der Straßenbahn eingeschlafen sein, wieder ein anderer nach Rasierklingen suchen, um sich die Unterarme zu zerschneiden – und so weiter.
Das sind eigentlich die perfekten Bedingungen für einen letzten Auftritt, bevor man ins Bett geht.
Nach viel Atmosphäre, Emotionen und Selbstreflexion kommen die Engländer ABDUCTION auf die Bühne, um uns ein wenig Nackenschmerzen zu bereiten.
Die verbleibenden Zuschauer scheren sich nicht um die Müdigkeit und lassen alle zusammen ein letztes Mal die Sau raus, als würde MARDUK auf der Bühne stehen.
Der Sound von ABDUCTION ähnelt dem der schwedischen Legenden, und ihr Auftritt würdigt die Inspirationsquelle. Fast eine weitere Stunde rohe Gewalt: Riffs, die so klingen, als wären sie vor 30 Jahren geschrieben worden, starke Blastbeats und Vocals, die mit Kraft und Hass ins Publikum geschrien werden – alles, was man braucht, um Black Metal-Fans glücklich zu machen.
Nach diesem weiteren grandiosen Auftritt ist erstmal Feierabend: Zeit, ins Hotel zu gehen und auszuschlafen, um am nächsten Tag wieder die Sau rauslassen zu können.
Ein Bericht über den zweiten Festivaltag folgt im zweiten Teil dieses Artikels, der in den nächsten Tagen veröffentlicht wird.
Stay tuned & stay Metal! Bis bald!
Domenico
Source: Amboss-Mag.de
26.12.2025 - Das Ich – Fanal (Digital/CD/Vinyl/Cassette Album – Danse Macabre Records)

“Fanal” is the first new album by Das Ich in almost 20 years. Bruno Kramm...
Source: Side Line
22.12.2025 - VNV Nation: Not-OP für Ronan Harris und Konzertverschiebungen

Aufgrund einer schweren Erkrankung, die bei einer Routineuntersuchung festgestellt worden war, musste Ronan Harris kurzfristig operiert und alle Konzerte um Weihnachten herum verschoben werden. Mehr Infos hier!
Source: Sonic Seducer
22.12.2025 - 30 Jahre Sonic Seducer: Wer hat die ersten sechs Ausgaben?

Seit drei Dekaden berichtet Sonic Seducer aus der Szene für die Szene. Du bist von Anfang an dabei? Unter allen, die ein Foto von sich mit den ersten sechs Magazinen einschicken, verlosen wir 3x ein Jahresabo!
Source: Sonic Seducer
22.12.2025 - Foto-Galerie: In Extremo live in Wiesbaden (Schlachthof, 18.12.2025)

Ihr 30. Bandjahr beschließen In Extremo aktuell mit der "Rauhnächte Tour 2025" - wir waren in Wiesbaden für Euch dabei! Exklusive Fotos hier bei uns.
Source: Sonic Seducer
22.12.2025 - Sonic Seducer präsentiert: Wisborg „Phantomschmerz“ Tour 2026

Im Herbst 2026 kommen Wisborg auf "Phantomschmerz" Tour, um ihr gleichnamiges neues Album vorzustellen. Als Special Guest haben die Goth-Rocker The Fright dabei - wir freuen uns sehr, als Präsentatoren mit an Bord zu sein! Alle Termine hier.
Source: Sonic Seducer
21.12.2025 - REPTYLE :: Rebellisch gruseln

Mit dem 2021er „Decrypt The Void“ hatte die Bielefelder Goth Rock Institution REPTYLE ihren Schaffensgipfelpunkt erreicht. Wenn andere ihr Höhenlager mit letzten Feierstunden abbrechen und langsam den Abstieg vorbereiten, hat REPTYLE mit dem aktuellen Werk „Blazed Shades & Thorned Veils“ einfach mal beschlossen, noch eine kleine Ewigkeit hier zu verweilen. Seit mittlerweile 26 Jahren bringt die Formation in mehr oder minder größeren Abständen wunderschöne Alben heraus. Dabei entstanden kleine Clubhits, durchdringende Klangkosmen, ein atmosphärisch dichtes Geflecht aus Melancholie, Energie und verführerischen Melodien, deren Heimat des Öfteren die 80er waren. Ihr aktuelles Werk ist erneut ein Meilenstein der düsteren Verführung. Bleibt nur, den sympathischen Bielefeldern zu gratulieren und der imaginäre Hut ist eh gezogen. Viel Spaß mit den Fragen und den Antworten von Sänger Kai und Gitarrist Keule. (andreas)
Hier geht’s zum Review von „Blazed Shades & Thorned Veils“
Ihr habt euer 2021er Album als bis dahin bestes bezeichnet. Auch von Kritikern und Fans wurde es hochgelobt. War es diesmal besonders schwierig einen würdigen Nachfolger zu kreieren?
Keule:
Nachdem „Decrypt the Void“ erschienen ist, hatte ich persönlich zunächst wahrhaftig Zweifel, ob wir dieses Niveau noch einmal erreichen können. Die Arbeit an den ersten neuen Songs verlief auch etwas holprig, deshalb war ich am Anfang ziemlich skeptisch. Aber je tiefer wir eingestiegen sind und je konsequenter wir das neue Material vorangetrieben haben, desto mehr hat sich dieses Gefühl verändert – ich hatte zunehmend den Eindruck, dass etwas wirklich Starkes und in sich Geschlossenes entsteht. Jetzt, wo alles fertig ist, denke ich tatsächlich, dass „Blazed Shades & Thorned Veils“ sogar „Decrypt the Void“ übertrifft. Aber gut, das sagt vermutlich jede Band über ihr neuestes Album, oder???
Bands wollen sich ja grundsätzlich weiterentwickeln, egal ob sie ihren Höhepunkt erreicht haben oder nicht. Wo seht ihr eine Weiterentwicklung?
Kai:
Weiterentwicklung würde ich das vielleicht nicht nennen. Eher ein Ausbauen und Verbessern der eigenen Fähigkeiten und Stärken, um unsere Musik nach unserem Geschmack noch intensiver zu gestalten.
Bei der Zusammenstellung der Songs und deren Reihenfolge: Achtet ihr dabei auf die Hörgewohnheiten eurer Fans oder wie kann man sich die Findung der besten Reihenfolge vorstellen. Hat hier eine Vinyl VÖ ein besonderes Vorgehen inne, da hier ja quasi zweimal ein Anfang existiert?
Kai:
Ein Album muss eine gewisse Dramaturgie aufweisen und ein guter Fluss der Klänge sollte entstehen. Gerade ein gewisser „Knall“ am Anfang ist ein guter Auftakt eines Albums. Da spielen eigentlich unsere eigenen Hörgewohnheiten als Musik-Fans die größte Rolle.
Ist es Zufall oder Absicht, dass beide Alben im November veröffentlicht wurden. Wie viel Herbstmelancholie soll der Hörer bekommen?
Kai:
Es ist tatsächlich reiner Zufall. Die Musik ist der Begleiter, um gestärkt und unbeschadet ganzjährig durch melancholische Phasen zu kommen.
Das Label „Gothic Rock“ ist ein ungeschütztes Etikett, dessen Schwindel dennoch schnell an die Oberfläche dringt. Ihr gehört zu den Bands, die immer als Beispiel für eine Genrebeschreibung herhalten könnten. Wie seht ihr selber das Genre, die Szene und die Entwicklung?
Kai:
Gothic ist ja mittlerweile eher ein Modebegriff, statt der Beschreibung einer Musikrichtung. Jeder ist als Künstler frei, düstere Tonkunst nach seiner Art zu erschaffen. Sei es mit Gitarre oder eher elektronisch. Wenn die Musik unter dem Etikett „Gothic“ aber eher nach Rave oder Schlager klingt, hört die Toleranz auf. Dieses gewisse Flair, das man als Fan düsterer Musik liebt, sollte schon vorhanden sein.
Bei euch ist es ja so, dass zuerst das musikalische Gerüst steht. Seid ihr manchmal überrascht, zu welchen Texten die Musik inspiriert?
Kai:
Mich als Sänger überrascht es auch immer wieder, welche Ideen durch bestimmte Melodien oder Songstrukturen in meinem Kopf entstehen. Dann entsteht die Gesangsmelodie und aus der Gesamt-Atmosphäre des Songs bildet sich dann die lyrische Grundthematik.
Wie kam es denn dazu, dass euer Gründungsmitglied „Kufi“ zurückgekommen ist und wieder die Tasten bedient?
Keule:
Eigentlich war Kufi nie richtig weg – wir haben alle Alben in seinem Studio aufgenommen, und er war als Engineer immer mit dabei. Dadurch hatte er auch bei den Platten, auf denen er offiziell gar nicht im Line-Up stand, großen Einfluss auf den typischen Reptyle-Sound. Dann hat es ihn irgendwann wieder in den Fingern gejuckt, und schon hat er seinen alten Platz wieder eingenommen.
Hat sich dadurch das Songwriting verändert?
Keule:
Nein – abgesehen davon, dass Kufi auch zwei hervorragende Songs zum neuen Album beigesteuert hat.
Kai, wer oder was inspiriert dich zu deinen Texten?
Kai:
Genau festlegen kann ich das nicht. Das sind Bücher, Geschichten und Gedichte (Lovecraft bis Byron). Prägend sind auch Aufenthalte in der Natur. Da ich ein lebendes Klischee bin 🙂 , bin ich auch gerne auf Friedhöfen unterwegs. Praktisch, dass ich direkt neben einem sehr schönen Friedhof wohne. Die Ruhe dort fördert meine Kreativität sehr. Natürlich hat auch unterschwellig die Musik, die ich bevorzuge, einen Einfluss auf mich.
Das letzte Album beschäftigte sich mit der Entschlüsselung der Leere, diesmal geht es um den Widerstand gegen vorgefertigte Normen im philosophischen Sinne. Würdest du in diesem Zusammenhang von Konzept-Alben sprechen, beziehungsweise: Wie wichtig ist der „rote Faden“?
Kai:
Die Lieder des Vorgänger-Albums „Decrypt the Void“ hatten alle ein eigenes Thema. Aufgrund seiner Dramaturgie und Emotionalität wurde das Lied „Decrypt the Void“ Namensgeber für das Album. Das aktuelle Album hat einen roten Faden, der aber sehr lose ist. Er betrachtet eher die unterschiedlichen Arten der Rebellion. Sei es gegen alle möglichen Autoritäten oder durch Vorgelebtes geprägte Verhaltensweisen, die man aus seinem Inneren entfernen muss, um „spirituell „zu wachsen.
Eine tragische Geschichte scheint hinter „Gallow Watcher“ zu stecken oder ist es eher eine altertümliche Gruselgeschichte mit ein wenig Augenzwinkern?
Kai:
Es ist eher eine tragische Gruselgeschichte über eine Person, die nur Liebe empfindet, wenn sie dem Vorgang der Exekution durch den Strang beiwohnt. Das Gefühl der Liebe endet mit dem Begräbnis des Hingerichteten. Daher muss die besagte Person immer wieder das Gefühl der Liebe durch die Betrachtung des eintretenden Todes reproduzieren.
Gibt es einen Song oder Text, der ganz besonders die literarische Ausdruckskraft des Albums beschreibt?
Kai:
Gerade der Opener des Albums bringt mit dem der Textzeile „Never bow to anyone“ die Kernaussage sehr gut auf den Punkt.
Auf der Bonus CD habt ihr „The Church“ mit dem Song „Reptile“ gecovert. Schwelte die Idee schon länger in euren Köpfen?
Keule:
Dazu gibt es eine lustige Anekdote. Vor bestimmt über 20 Jahren stand ich irgendwo in der Schlange beim WGT und habe dort einen Bekannten – Philipp Strobel von aufnahme+wiedergabe – getroffen. Wir haben ein bisschen geplaudert und er fragte, ob unser Bandname etwas mit dem gleichnamigen Song von The Church zu tun habe. Ich konnte nur mit den Schultern zucken, weil mir der Songtitel damals gar nichts sagte. Zuhause habe ich dann festgestellt, dass ich die dazugehörige LP natürlich im Regal stehen hatte. Ich habe mir den Song angehört und kannte ihn natürlich – und fand ihn auch super – ich hatte nur nie auf den Titel geachtet. Man muss berücksichtigen, dass ich die LP lange vor der Bandgründung gekauft habe.
Vor ein paar Jahren habe ich „Reptile“ dann mal wieder in einer Disco gehört, und nach ein paar Bieren kam die Idee auf, ihn endlich mal zu covern.
Zudem gibt es mit „Anyway Grateful“ eine neue Version eures ersten Songs. Wie war das Gefühl, sich mal wieder intensiv mit diesem Song zu beschäftigen?
Kai:
Es war spannend, einen Song aus „Demo-Tagen“ neu zu betrachten. Der Song hat in seiner ursprünglichen Form einen besonderen Charme, der natürlich erhalten bleiben sollte. Da er auch immer wieder seinen Platz in der Setlist findet, verdiente er aber eine klangtechnische Auffrischung.
Das letzte Interview endete mit der Vorfreude auf das Konzert mit Fields of The Nephilim, welches dann verschoben wurde. Mittlerweile wurde es endgültig gecancelt. Wie tief sitzt die Enttäuschung noch?
Keule:
Über Dinge, die außerhalb der eigenen Kontrolle liegen, lohnt es sich nicht, sich zu lange aufzuregen
Wie sieht es demnächst mit Touraktivitäten aus. Ist mal wieder eine Headliner Tour geplant?
Keule:
Gerade stecken wir mitten in der Planung für ein Release-Konzert in Bielefeld. Darüber hinaus sind wir grundsätzlich für vieles offen und freuen uns immer über Konzertanfragen – mal schauen, was sich daraus entwickelt.
Source: Amboss-Mag.de
19.12.2025 - PARTY.SAN 2025 :: Nächstes Jahr geht es zum Jubiläum!

PARTY.SAN 2025
MITTWOCH, Anreisetag.
Gutes Wetter, nicht zu heiß, der Aufbau läuft gut. Dieses Jahr haben wir uns vorgenommen nicht so hemmungslos abzustürzen, wie im Vorjahr mit Phantom Winter. Auch wenn Christoph dieses Jahr Teil unseres Camps war, hatte er letztes Jahr natürlich gar nichts damit zu tun… 😉 Grüße gehen raus an Andreas, der gleichzeitig seinen Urlaub genossen hat. 5 Männer aus 5 Bands, viel Spaß und eine entspannte Atmosphäre. Natürlich haben wir unsere obligatorische Runde gedreht und dabei viel Bekannte getroffen, die wir auch leider immer nur hier treffen, da ansonsten die Entfernung zu groß und der Zeitplan zu voll ist. Toller Start und dieses Mal zum Glück ohne Donnerstagmorgenkaterdestodes! Dieses Jahr habe ich viele Gespräche mitbekommen, welche die Temperatur bei der Tentstage zum Thema hatten. Dieses Jahr habe ich es extrem gespürt, die ganzen Jahre vorher ist es mir nicht mal bewusst aufgefallen. Anscheinend sind die Gespräche alle bei Jarne und Mieze gelandet, denn sie sind nach dem Festival in einem Video u.a. darauf eingegangen. Das Video gibt es unten für euch.
DONNERSTAG
Die erste Band des Festivals sehen wir uns jedes Jahr an. Dieses Mal gab es mit ROTPIT eine schwedisch-deutsche Kollaboration, die „finnischen“ Death Metal spielt. Ein paar Tage vorher haben sie ihren ersten Gig überhaupt gespielt, in Schweden. Hiermit also ihr erster Auftritt in Deutschland und dann gleich Opener auf dem Party.San! Da haben die Szenekontakte von Ralf von Revel In Flesh sicherlich mitgewirkt. Mit persönlich haben sie mit ihrem Groove sogar besser gefallen, als seine andere Band, die ja grad auf Eis liegt. Das Wort Rot wurde inflationär benutzt, kann auch in vielen Songtiteln vor. Und eine Coverversion von Abszess war auch noch drin. Top Start!
Dieses Jahr gab es zwei Länderpremieren. EXTERMINATION DISMEMBERMENT debütierten für ihre Heimat Belarus. Mit ihrem mega Groove, den fetten Subkicks und ihren SEK-Klamotten, machten sie gut was her und konnten mich beeindrucken, was bei Slam/Brutal Death bei mir schon was bedeutet. Das Festival ging wirklich gut los. Auch Wolle von Rotten Noises TV hat in der ersten Reihe mächtig gebangt und die Band hart gefeiert.
SERVANT war eine Band auf die ich mich sehr gefreut habe und sie eröffneten den AOP-Label-Tag auf der Zeltbühne. Ihr letztes Album „Death Devil Magick“ hat mir imponiert. (Review hier) Trotz der geilen Mucke bin ich aber wegen gefühlten 10000° vor der Bühne, nach den Fotos direkt wieder abgezogen. Das wollte mein Körper in dem Moment auf gar keinen Fall mitmachen. Schade.
Mit …AND OCEANS habe ich mich vorher nie beschäftigt. Erwartet habe ich, aufgrund des Namens, sphärischen Midtempo-Postbm, bekommen habe ich allerdings Blastbeats, was mich dann überrascht hat. Vom Campingplatz aus, hörte es sich ziemlich gut an und die Publikumsreaktionen waren auch positiv.
Auch OUTLAW brachten geilen Black Metal auf die Zeltbühne. Vorne im Zelt waren es mittlerweile 12000°C, weswegen ich dort nicht lange ausgehalten habe. Denn selbst hinten, wo es wesentlich angenehmer war, war es trotzdem noch schweißtreibend. Der Sound im Publikum war ganz gut, aber die Band hatte massive Soundprobleme auf der Bühne, wie ich später erfuhr. Sie selbst sagten, dass sie deswegen unendlich sauer war, was wiederum sehr gut für die Performance war. Auch wenn ich nicht besonders viel gesehen habe, hat es mir gut gefallen.
Setlist: Intro, Archangel’s Fall, To Burn This World And Dissolve The Flesh, Beyond The Realms Of God, Intro (Adharma), Through The Infinite Darkness, Reaching Beyond Assiah
Vor mittlerweile fast 10 Jahren haben THE SPIRIT mich mit ihrem Debüt (Review hier) mächtig vom Hocker gehauen. Seitdem ging die Kurve nicht wie erhofft steil bergauf, sondern leider in die Gegenrichtung. Zum Glück für die Band, sehen die meisten anderen Besucher das ganz anders. Auch deswegen habe ich mir einen Teil des Auftritts angesehen. Mich konnten sie nicht umstimmen, aber die Menge hat die Saarbrücker gut gefeiert.
Trotzdem ich mich auf THEOTOXIN gefreut habe und sie auch unbedingt fotografieren wollte, habe ich mich aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen zu der Zeit irgendwo anders aufgehalten.
Progressiven Rock mit viel Doom Metal brachten uns die Niederländer von DOOL.
Für viele Leute stand die Band ganz oben auf der „Must-See-Liste“ und die Band wurde groß gefeiert. Ich finde es immer wieder gut, dass das PSOA musikalisch anders gelagerte Bands, die aber im Metalpublikum Anerkennung genießen mit ins Billing aufnehmen. Ich konnte den Hype um diese Band nie nachfühlen, trotzdem war es eine sehr schöne Abwechslung!
Die deutschen Schwarzmetaller von FIRTAN passen eigentlich gut in mein Geschmacksprofil, sind aber trotzdem immer an mir vorbeigegangen, ich werde mich ab jetzt intensiver mit ihnen befassen. Mit zwei Sängern und einer Geigerin standen sie gleich siebenköpfig auf der Bühne und beim Gastauftritt des Sängers von Harakiri… sogar zu acht. Die Band muss ich im Auge behalten.
Zwischen dem letzten und dem diesjährigen Auftritt von GRAND MAGUS auf dem Party.San liegen genau 10 Jahre. Und auch sie gehören zu den Bands, die man nicht unbedingt auf diesem Festival vermutet. Gepasst hat es trotzdem ganz gut und sie wurden sehr positiv vom Publikum an- und aufgenommen. Eine willkommene musikalische Abwechslung, diemich zwar persönlich nicht erreicht, mir aber eine Verschnaufpause ermöglicht.
Setlist: I The Jury, Skybound, Steel Versus Steel, Ravens Guide Our Way, Sunraven, Untamed, Like The Oar Strikes The Water, Hammer Of The North
Mit KARG waren 2 Musiker für heute das erste beziehungsweise schon das 2. Mal auf der Bühne. Mit Harariki For The Sky sollten sie dann später wiederkehren. Mit ihrem 2. Album „Von Winden Der Sehnsucht #2“ haben sie sich vor 15 Jahren meine Aufmerksamkeit gesichert. Danach haben wir uns auseinanderentwickelt. Was ich positiv vermerkt habe, war der fehlende Firlefanz, der durchaus möglich gewesen wäre. Man konzentrierte sich auf die Musik und ihre (schmerzhafte) Wirkung.
Es gab nur sehr wenige Bands, die wirklich niemand von uns sehen wollte. FLESHGOD APOCALYPSE standen für uns dabei habt weit oben. Die Dragonforce des Death Metal, wie wir sie getauft haben, waren einfach bei allem völlig drüber. Musikalisch durchaus anspruchsvoller als einige andere der vertretenen Bands, konnte es aber in keinem von uns etwas Positives auslösen. Da halfen auch ein Flügel auf der Bühne, italienische Lichtflaggen und der ganze andere, durchaus wirksame Schnickschnack für uns nicht.
Auch CHAOS INVOCATION aus dem Westerwald standen auf meiner Liste. Ich habe mir zum Auftritt notiert, dass sie die Dunkelheit heraufbeschworen haben. Ansonsten kann ich mich seltsamerweise gar nicht an den Auftritt erinnern. Hätte ich nicht die Fotos, würde ich sagen ich wäre nicht dort gewesen. Vielleicht war ich um 20:30h auch einfach schon rotzevoll.
Auf der Liste der Bands, die keinen von uns interessieren waren HARAKIRI FOR THE SKY auch ganz oben mit dabei. Sehr viele der Besucher haben das anders gesehen und es war gut Publikum vor der Bühne. Und auch ich muss zugestehen, dass es sich um einiges positiver herausstellte, als ich erwartete. Die letzten Male als ich sie sah, kam nichts rüber. Dieses Mal schon. Ich sollte mich nochmal intensiv mit der Band beschäftigen, man lernt ja nie aus.
Setlist: Keep Me Longing, Fire Walk With Me, Heal Me, Without You I’m Just A Sad Song, Sing For The Damage We’ve Done, Lungs Filled With Water, Street Spirit (Fade Out)
Black Metal im Zelt war dieses Jahr mein Ding. Auch AGRYPNIE stand auf meiner Liste. Leider hatte ich nicht genug Zeit, weil Napalm Death rief. Und wenn sie das tun, reagiere ich, immer. AGRYPNIE hatten an meiner Position einen guten Sound, eine geile Stimmung. Es war top, aber ich musste weiter.
NAPALM DEATH „begleiten“ mich nun schon seit über 30 Jahren und ich sehe sie immer wieder gerne, dieses Jahr zum zweiten Mal und nach 11 Jahren endlich wieder auf dem Party.San! Ihr 4. Auftritt hier und der dritte, bei dem ich dabei bin. Shane Embury ist leider krankheitsbedingt nicht dabei (somit dann ja wohl auch bei Brujeria). Die Meinungen gehen danach ganz weit auseinander. Von „Band“ die sich selbst covert, da nur 2 der langjährigen Mitglieder auf der Bühne stehen, über „Ach, immer das gleiche, voll langweilig“ bis zu völliger Begeisterung bei Raphael und mir war alles vertreten. Meiner Meinung nach haben sie endlich den Slot der ihnen einflussmäßig zusteht bekommen, direkt vor dem Headliner. Für mich hätten die beiden auch gerne tauschen können, aber dazu kommen wir gleich. NAPALM DEATH bleiben sich immer treu. Politische Ansagen, Block sehr alter Songs und freundliche Art. Ich habe leider keine Setlist sehen können, erinnere mich aber daran, dass ich das Set sehr gut fand und die Briten mich mal wieder voll überzeugt haben. Gerne wieder, meinetwegen auch jedes Jahr!
Thrash-Legende DARK ANGEL sind somit erster Headliner des Festivals und damit die ersten 33% auf dieser Position, die ich dort nicht erwartet hätte. Ich erkenne ihre Position und ihren Stand an, habe aber keinen Bezug zu der Band. Jedoch sehe ich Gene Hoglan immer gern am Schlagzeug und auch heute hat er wieder abgeliefert. Der Rest war weder musikalisch noch sonstwie interessant, wobei ich neidlos zugestehen muss, dass die Band die komplette Zeit richtig Gas gibt auf der Bühne und Sänger Ron plötzlich komplett im Publikum verschwunden war. Nach 4 Songs wird dann die komplette „Darkness Descends“ rausgehauen. Für viele ein Traum. Somit endet der erste Festivaltag.
Setlist: We Have Arrived, Time Does Not Heal, No One Answers, Extinction Level Event, Darkness Descends, The Burning Of Sodom, Hunger Of The Undead, Merciless Death, Death Is Certain (Life Is Not), Black Prophecies, Perish In Flames
FREITAG
Grindcorefrühstück und wir sind wie immer dabei, weil es einfach Spaß macht. Wie werden nicht jedes Jahr musikalisch überzeugt, aber halten an der Tradition fest. Cliteater werden wohl für immer die beste Band auf diesem Spot bleiben, aber da es die verrückten Niederländer ja nicht mehr gibt, können für uns ab jetzt gerne jedes Jahr PARTY CANNON spielen. Beschrieben wurden sie als Höhlenmenschen-Slam für Menschen mit Negativ-IQ. Bei Songansagen wie der zum letzten Song, in dem es um einen Blowjob geht, der so schmierig ist, dass man sich danach den Arsch abwischen muss, kann ich dem zustimmen. Musikalisch abgeholt hatten wir lange nicht so viel Spaß am späten Freitagvormittag. Sehr cool.
Auf HYPERDONTIA habe ich mich auch gefreut. Unter anderem auch, weil Mathias Friborg (hier an Gitarre und Gesang) auch bei den geilen Taphos dabei ist. HYPERDONTIA können mich auf Scheibe dauerhaft weniger überzeugen, aber live wollte ich sie unbedingt sehen, weil ich so ein Bauchgefühl hatte. Und dieses Bauchgefühl hat sich bestätigt. Sägende, tiefe Gitarren, die nur von dem noch tieferen Gesang getoppt werden. Zackiges Geknüppel, was aber auch so einiges an Vertracktheit und einen Tritt auf die Bremse verträgt, wenn dieser angebracht ist. Das hat richtig Bock gemacht und wird bei der nächsten Gelegenheit auf jeden Fall wieder mitgenommen.
Setlist: Death’s Embrace, Irrevocable Disaster, Servant To A Crippled God, Degradations Of The Flesh, Deluded, Snakes Of Innards, Grinding Teeth, Majesty, Teeth And Nails
Stimmung zu Gothic Metal mit Horror Touch aufkommen zu lassen, im Sommer um 13.45h? Gar nicht so einfach! THE VISION BLEAK tun trotzdem ihre Bestes, versuchen auch immer wieder das Publikum mit einzubinden. Gegen die Temperatur und die Helligkeit können sie allerdings nicht anschwärzen. Und die Zugaberufe am Ende können natürlich leider auch nicht erfüllt werden.
Epic Doom Metal ist, bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, ja so gar nicht mein Genre. Den Amerikanern CRYPT SERMON habe ich trotzdem eine Chance gegeben, da mein Bruder sie mag. Musikalisch durchaus interessant, konnte der Gesang mir allerdings gar nichts geben. Das Fotografieren hingegen hat sich für mich gelohnt. Und den Song, den ich ausschnitthaft per Videonachricht an meinen Bruder geschickt habe, kannte er auch. Er hat sich gefreut. Die Menge vor der Bühne war definitiv anderer Meinung als ich.
HERETIC WARFARE aus dem schönen Münster eröffnen heute die Zeltbühne, wie immer um 15.20h. Zackiger Death/Thrash ballert aus den Boxen. Mich können sie heute, um diese Uhrzeit mit bereits ordentlich Temperatur im Zelt nicht so richtig packen, auch wenn sie ihren Job auf jeden Fall sehr gut machen.
Atmospheric Black Metal gemischt mit amerikanischem Folk? Ja, gibt es und hört auf den Namen WAYFARER. Ihr Album „A Romance With Violence“ von 2020 ging ganz gut bei mir, der Nachfolger „American Gothic“ von 2023 dann irgendwie nicht mehr so. Sehen wollte ich sie auf jeden Fall. Ein Cowboyhut war dann auch auf der Bühne vertreten. Was mich schwer begeistert hat, ist die Zeit, die die Band auf der Bühne geheadbangt hat, bis auf der Hut-Mann. Meine besten Bilder der Band sind alle mit fliegenden Haaren. Am Anfang wurde gefragt, ob die Leute Bock auf Cowboy-Metal haben und die Reaktion war absolut überschwänglich. Die Jungs aus Colorado kommen heute mega an mit ihrer nischigen Musik. Man verabschiedet sich mit den Worten, dass man sich im Pit bei Rotting Christ dann wohl wiedersieht.
Die zweiten des Band des Zelttages kam auch aus Münster, ist musikalisch aber ganz anders gelagert. NAXEN bringen ihren kalten Überlängen-Black Metal mit. Ich durfte die Band schon mal auf einem kleinen Tagesfestival in der Pampa auf einem Bauernhof bewundern. Da haben sie mich völlig umgehauen, was ihnen auf dem Festival leider nicht so gelingt, was ich aber nicht der Band zuschreibe. Uhrzeit und Temperatur im Zelt machen es mir da nicht leicht. So verlasse ich nach den Fotos etwas enttäuscht das Zelt. Ich hatte mich auf die Band gefreut, es sollte aber nicht unser Moment werden. Ich hoffe, dass ich sie nochmal unter anderen Umständen erwische. Der Eindruck vom ersten Auftritt hat sich dadurch natürlich nicht geändert.
Nifelheim hatten Kultfaktor, waren aber nie so ganz meins. Die neue Formation HELLBUTCHER von Nifelheimzwilling Per konnte da wesentlich besser bei mir landen. Anspruchsvoller und weniger chaotisch geht man hier zu Werke, was meinen Ohren mundet. Per ist ein absolut perfekter Frontmann für diese Art von Black Metal. Leder, massenhaft Nieten, Corpsepaint und viel Feuer machten diesen Auftritt in Kombination mit Pers Gebärden auf der Bühne zu einem visuellen Augenschmaus. Ich war völlig hin und weg, womit ich gar nicht gerechnet hatte. 6 Songs des Albums, beide des Demos und zum Abschluß noch 2 Cover, einmal Maiden und einmal Venom! Und die Truppe die Per um sich geschart hat, hat es in sich. Da liest man Bandnamen wie Unleashed, Bloodbath, Aeternus und Gravdal und dabei ist man da nur bei den aktuellen Bands. HELLBUTCHER bleiben auf jeden Fall auf meinem Zettel. Das war eindrucksvoll!
Setlist: The Sword Of Wrath, Perdition, Violent Destruction, Hordes Of The Horned God, Death’s Rider, Possessed By The Devil’s Flames, Satan’s Power, Inferno’s Rage, Losfer Words (Big ‚Orra) (Iron Maiden Cover), Black Metal (Venom Cover)
MASS WORSHIP aus Schweden verbinden ihren wuchtigen Death Metal, der selten richtig Gas gibt mit viel Groove und etwas crustigem. Die Gitarren kommen schon fast djentig anmutend daher. Eine absolut interessante Mischung. Auf Scheibe konnte mich das Ganze nicht so richtig packen, ich konnte mir allerdings schon vorstellen, dass das live ein massiver Arschtritt wird. Damit lag ich dann total richtig. Das was mir auf Scheibe fehlte, macht live der Druck bei entsprechender Lautstärke wieder wett. Teilweise fühle ich mich ein wenig an Meshuggah erinnert, aber nicht so krass vertrackt. Die Band packt mich total und auch das Publikum macht mächtig Action. Ich werde die Scheiben nach dieser Prügel auf jeden Fall noch mehrmals checken.
Bei Death/Thrash aus Schweden, hab ich eigentlich immer nur an The Crown gedacht und DEFLESHED völlig verdrängt. Liegt aber wohl auch an ihrer 16 Jahre langen Pause in der ich viel musikalische Sozialisation erfahren habe. „Fast Forward“ von 1999, welche anscheinend schon immer das Motto der Band getragen hat, lief damals durch meine Anlage, danach gingen die beiden Nachfolger irgendwie an mir vorbei. „Grind Over Matter“ von 2022 sagte mir musikalisch aber vom Sound her nicht so zu. Auf alles komplett geschissen… Live haben mir die 3 so mächtig auf die Schnauze gehauen, dass ich drei Schritte zurück bin, obwohl die beiden die vorne stehen Instrumente tragen und einer von beiden auch och ans Mikrofon „gefesselt“ ist. Dieser Auftritt hat langfristig Eindruck bei uns hinterlassen und zählt für uns zu einem der besten des Festivals!
Setlist: Stripped To The Bone, Hand Over Fist, Grind Over Matter, The Return Of The Flesh, Entering My Yesterdays, Heavy Haul, Fast Forward, Fire In The Soul, Speeding The Ways, Snowballing Blood, Thorns Of A Black Rose, Metallic Warlust, One Grave To Fit Them All, Night Vision, Under The Blade
Die Leeraner Truppe FRIISK kommt bei ihrem atmosphärischen Black Metal ohne “Schnickschnack” aus. Keine Nieten, keine Bemalung, keinen besonderen Bühnenaufbau, kein Feuer, keine rituellen Gegenstände. Die einzige Besonderheit bei ihnen sind die vereinzelten Texte im Saterfriesischen, welches im Saterland im Nachbarkreis Cloppenburg noch von ca. 1500 bis 2000 Leuten gesprochen wird um vom Aussterben bedroht ist. Das gut gefüllte, zum Schluss rappelvolle Zelt ist bei den Nordlichtern und spendet viel Applaus. Das hat sich gelohnt, live haben sie mich um einiges mehr gepackt, als bis jetzt auf Scheibe!
Setlist: Mauern Aus Nebel, Torügg Bleev Blot Sand, Hoat, „Neuer Song“
Es gibt so einige Bands im Death Metal, die Kultstatus, von Anfang an oder zumindest schon früh dabei waren, von vielen geliebt werden und trotzdem nie bei mir gelandet sind. SUFFOCATION sind eine dieser Truppen. Wie auch Napalm Death, waren sie zuletzt 2014 auf dem Party.San. Seitdem sind von der Besetzung nur noch 2 Musiker über geblieben. Hat aber keinen Einfluss auf die Mucke oder die Reaktion des Publikums. Brutal Death Metal der alten Schule und was für ein Sound heute für die Band. Da wird wirklich alles an die Wand gepresst, was nicht am Boden festgemacht ist. Für mich ändert sich allerdings nichts und die Band rauscht an mir vorbei.
Setlist: Catatonia, Seraphim Enslavement, Pierced From Within, Clarity Through Deprivation, Effigy Of The Forgotten, Perpetual Deception, Funeral Inception, Liege Of Inveracity, Infecting The Crypts
Das Debüt für Indien gaben GUTSLIT! Das Debüt des Hochzeitsantrags auf der Bühne, soweit ich weiß, dann jetzt halt auch. Ich hoffe sie haben dafür keine Spielzeit hergeben müssen. Ich möchte ja Musik sehen und nicht die Anträge unbekannter Menschen, die mich nicht interessieren. Musikalisch haben die Inder mit ihrem Brutal Death Metal, bei dem die Songs gerne von Serienmördern handeln, dann ordentlich Dampf gemacht. Viele Bands aus dem Genre sind für mich ja relativ austauschbar, GUTSLIT konnten mich aber überzeugen und begeistern. Über die evtl. Bedeutung eines Turbans wollte ich mich schlau machen, konnte allerdings nicht so richtig zufriedenstellend fündig werden. Der Bassist ist jedoch nie ohne zu sehen, zumindest habe ich ihn noch nicht ohne gesehen. Leute, checkt GUTSLIT!
BRUJERIA! Was soll ich sagen? Live immer eine Bank und auch auf Scheibe nie eine schlechte Wahl. Die internationale Band, die eine pseudomexikanische Strassengang dartstellt, hatte letztes Jahr einiges zu verdauen. Beide Gründungssänger, Pinche Peach und sein Cousin Juan Brujo, sind an Herzproblemen verstorben. El Sativo, Sohn von Juan Brujo, setzt die Familientradition am Schlagzeug fort. Reisenegger an der Gitarre, war der einzige, den ich erkannt habe. Nur eine Gitarre, nur ein Gesang war etwas gewöhnungsbedürftig, hat dem fetten Livesound aber keinen Abbruch getan und Power hat die Band sowieso. Die kam auch definitiv, wie immer rüber. Die Band ist simpel, dafür umso druckvoller, weil man sich nicht um Firlefanz kümmert. Im Backdrop gedenkt man der „gefallenen Brüder“. Das bisschen Gänsehaut, welche deswegen aufkommen mag, wird durch Death/Groove Metal/Grindcore wie ein Drive-By aus dem nichts weggeblasen. Die Setlist war ausschließlich aus den ersten drei Alben zusammengestirckt, was mir persönlich sehr gut gefiel. Habe ich mir Gedanken gemacht ob die Band so funktionieren wird? Ja! War es berechtigt? NEIN!
Setlist: Brujerizmo, El Desmadre, Hechando Chingasos (Greñudos Locos II), Vayan Sin Miedo, La Migra (Cruza La Frontera II), Chingo De Mecos, Cristo De La Roca, Desperado, Colas De Rata, La Ley De Plomo, Revolución, Consejos Narcos, Raza Odiada (Pito Wilson), Matando Güeros
Die griechischen BM-Vorreiter mit Kultstatus, ROTTING CHRIST, waren bereits zum dritten Mal auf dem Party.San gebucht. Gesehen hatte ich sie bisher noch nicht. Warum? Keine Ahnung. Musikalisch waren sie für mich nie wirklich interessant, aber gesehen haben wollte ich sie dieses Jahr auf jeden Fall, des Kultes wegen. Ein Fan bin ich nach dem Auftritt jetzt nicht, aber gelohnt hat es sich trotzdem. Das zahlreich anwesende Publikum, hat die Band gefeiert.
IMPERIAL TRIUMPHANT haben mich im Vorfeld zwiegespalten zurück gelassen. Ich fand die Musik mehr als interessant, aber eben auch schwer zugänglich. Ihr Look auf der Bühne zog mich aber magisch zum Fotografieren an. Live ging es dann um einiges einfacher die Musik zu genießen, war aber trotzdem kein Zuckerschlecken. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt, die drei zu sehen. Würde ich mir auf jeden Fall wieder ansehen.
Auf I AM MORBID habe ich mich ziemlich gefreut, da man Morbid Angel hier in Europa ja nicht mehr zu packen kriegt, zumindest war es eine Zeit lang so. Und bei dieser Konstellation kann man sich auch sicher sein, dass man geile Songs geboten bekommt. Auch wenn meine beiden Favoriten aus der Phase („Covenant“ und „Domination“) dann doch eher unterrepräsentiert sind. Das zusätzlich auch noch mit einem der besten Sänger im Death Metal, auch wenn David Vincent ein streitbarer Charakter ist. Und Pete Sandoval gibt mit seinen mittlerweile 61 Jahren und überstandener Rücken-OP trotz allem, immer ordentlich Vollgas. Sie spielten eine 13 Auftritte umfassende Tour zum 30.-jährigen Jubiläum von „Domination“, wobei der Auftritt auf dem Party.San den letzten Termin darstellte.
Die Vorfreude kippte bei mir aber relativ zügig. Gitarrist Bill Hudson, dachte wohl er tritt mit Doro auf und kam mit einer toupierten Frisur auf die Bühne, mit der er auch bei Poison nicht aufgefallen wäre und wirkte irgendwie deplatziert. Irgendwie kam beim ganzen Gig keine richtige Freude bei mir auf, ich hatte das Gefühl es fehlt da so einiges. Natürlich waren das nicht Morbid Angel, aber trotzdem fehlte mir Trey auf der Bühne wirklich sehr. Vincent ließ während des Auftritts auch wieder fragwürdige Sachen von sich. Bei Songs wie „Rapture“ freute ich mich wiederum vor der Bühne zu stehen, aber nach Ende des Gigs war ich eher enttäuscht, als das es mich tief bewegte, wie ich erhofft hatte. Von „megageil“ bis „schlechtester Auftritt des Festivals“ konnte ich beim Verlassen des Infields alles aufschnappen. Ich war auf jeden Fall die Fraktion dazwischen. Einige Songs fand ich echt geil, den Auftritt im Ganzen aber nicht.
Ein ganz besonderes Schmankerl gab es zum Abschluss von Tag 2.
Der für uns alleinig würdige Headliner, der dieses Jahr auf der Bühne stand.
TRIPTYKON PLAYS CELTIC FROST!!!
Damals wusste ich es nicht ausreichend zu würdigen, aber ich habe CELTIC FROST 2006 mit ihrer damals aktuellen “Monotheist” auf dem With Full Force live gesehen. Jetzt bin ich froh darüber, weil ich mich wirklich noch daran erinnern kann, leider am besten daran, dass sehr wenig los war. Heute Abend sieht es ganz anders aus, es ist brechend voll und die Menge frisst Tom G. Warrior aus der Hand. Kommunikation mit dem Publikum ist immer etwas Besonderes bei dieser Truppe. Tom ist da, wie soll ich sagen, recht trocken aber immer überaus sympathisch. Ich habe mit „Ihr seid ja super nett!“ vorher noch nie so ein geiles „Dankeschön“ nach mächtigem Applaus gehört. Einen Song wollte ich unbedingt hören und zu meinem Glück stand er auch auf der Setlist. Mit „A Dying God Coming Into Human Flesh“ wurde mir ein Traum erfüllt. Und am Ende wurde eine schwarze Messe in der “Synagoga Satanae” zelebriert. Eine Demonstration, ein Headliner zum Niederknien, ein Erlebnis das es so wohl nicht nochmal in meinem Leben geben wird. Unsere ganze Truppe war ausnahmslos begeistert, völlig zu Recht!
Setlist: Totengott, Circle Of The Tyrants, The Usurper, Return To The Eve, Into The Crypts Of Rays, Procreation (Of The Wicked), Ground, Sorrows Of The Moon, A Dying God Coming Into Human Flesh, Dethroned Emperor, Necromantical Screams, Synagoga Satanae
SAMSTAG
Mittlerweile hat es sich ja schon fast etabliert, dass am frühen Samstag Tribute Bands das Zelt rocken. Dieses Jahr gibt es mit ASS COBRA einen Vertreter dieser Fraktion, der uns Turbonegro serviert. Es gibt mehr als einige Turbojugendjacken im Publikum zu sehen und viele Leute feiern diesen Auftritt frenetisch mit. Sänger Lars, sonst bei Décembre Noir, zeigt sich hier von einer anderen Seite. „All My Friends Are Dead“ zum Start füllt das Zelt schnell, welches ja immer zum ersten Ton öffnet. Das Publikum feiert die Band und ihr zugrundeliegendes Original mächtig ab um diese frühe Uhrzeit!
Setlist: All My Friends Are Dead, Wasted Again, Boys From Nowhere, Are You Ready (For Some Darkness), Zillion Dollar Sadist, Denim Demon, I Got Erection, The Age Of Pamparius, Get It On, Good Head, Prince Of The Rodeo
MACBETH hätte mich wirklich interessiert, vor allem weil sie ja das 40-jährige Bandbestehen gefeiert haben. Die Band ist ein Stück deutsche Geschichte, waren sie doch eine große Metalband, schon zu Zeiten der DDR. Trotzdem habe ich es nicht geschafft. Wahrscheinlich habe ich mich grad trinktechnisch auf Scalpture vorbereitet und mich früh angestellt um einen guten Platz im Graben zu bekommen.
SCALPTURE, die sympathischen Jungs aus Bielefeld, mit denen wir 2022, als sie auf der Zeltbühne des Party.San antreten durften, schon ordentlich gefeiert haben, konnten dieses Jahr den letzten Festivaltag auf der Hauptbühne eröffnen. Bei 2-8 gemeinsamen Getränken am Vortag, waren sie schon etwas nervös und Samstagmittag um 12h umso mehr. Konnte sie uns vor 3 Jahren schon begeistern, haben sie dieses Mal noch eine Schippe draufgelegt und das in Verbindung mit der großen Bühne, Respekt! Das Publikum war auch schon wirklich zahlreich vor der Bühne vertreten und bekam als Dank eine fette Death Metal Schelle von den Jungs. Sie sind auf der Bühne eine Einheit, was man definitiv auch sehen kann. Sie lassen sich in ihren Songs fallen um zwischen ihnen zu lachen, zu scherzen und den Moment zu genießen. Es war eine wahre Wonne ihnen zuzusehen und man freute sich direkt mit ihnen. Beim letzten Song wurde extra für die Jungs ein Schuss von Esmiralda abgefeuert, womit niemand gerechnet hat. Außer vielleicht wir, eventuell, ein kleines bisschen. Nach dem Auftritt rannten wir in Rudi vom Magazin Hotel666 und gingen zusammen in den VIP-Bereich um die SCALPTURE-Jungs abzugreifen, wenn sie hinten von der Hauptbühne kommen um ihnen zu gratulieren. Sie waren beschäftigt, aber Sänger Thorsten hat sich einen Moment genommen und ist zu uns gekommen. Ich hab da schon gedacht, dass sie auch gut 2-3 Slots später hätten spielen können, wusste aber noch nicht, dass der Death Metal Headliner samstags jetzt als erstes auf die Bühne geht.
Setlist: The Fall…, Into Catastrophe, Schwedentrunk, Dam Busters, Yperite, Til Jeret Undergang, Flattened Horizons (Pounding Howitzers)
Spaßbefreiten Old School Grind sollten BLOCKHEADS uns liefern. Es war schon beim Soundcheck gut gefüllt. Einer der Gitarristen sollte sein Mikrofon checken und brüllte: „Multinational Corporations…“, was von mir brüllend mit: „…Genocide Of The Starving Nations“ beantwortet wurde. Damit habe ich mir ein zustimmendes Kopfnicken von ihm verdient. Was für ein Spaß! Musikalisch sprachen sie mich an, aber ich wollte unbedingt so schnell es geht hinter die Bühne um den Jungs von Scalpture zu sagen, wie geil sie waren!
Setlist: (…), Face Yourself Make Up Your Mind, Awaken, Bastards, Conscience Cleaner, Follow The Bombs, Famine, Borders, Human Oil, For Daggers To Dive, Arrogant Piece Of Shit, Pro-Lifers, It’s Always OK, Blind Machine, Silent, Sell Your Flesh, Final Arise, Flesh Furnace, Black Heaps Of Cinders, You’re A Prey, Hide Your Face, Polymorphic Perdition, Cages, Walls
Die französischen Death und Black Metaller NECROWRETCH waren mir vorher kein Begriff. Das aktuelle Album „Swords Of Dajjal“ von 2024 habe ich deswegen angetestet und es hat mir gut gefallen. Live konnten sie mich dann noch mehr überzeugen. Es war schon ziemlich warm und trotzdem wurde mit Feuer nicht gegeizt. Für das Publikum, welches nicht grad in den ersten 3 Reihen steht eher unwichtig, im Fotograben auf jeden Fall eine Strapaze. Aber ich wurde sehr gut unterhalten und die Band ist positiv in Erinnerung geblieben, konnten sie das Publikum ab 13.45 trotz des Wetters doch gut in Stimmung und Schwingung bringen, am Ende gab es sogar Crowdsurfer.
Die Jungthrasher von SCHIZOPHRENIA habe ich mit ihrer ersten EP ziemlich gefeiert. Danach konnten sie mich nicht wieder so begeistern, aber live sehen wollte ich sie auf jeden Fall. Und das hat sich mehr als gelohnt. So eine Spielfreude habe ich schon lange nicht mehr gesehen, von einer Band, die jetzt schon ein paar Jahre unterwegs ist. Falls es Show gewesen sein sollte, sind sie sehr gute Entertainer. Musikalisch nicht so ganz meins, hat mir das Zusehen und Fotografieren jedoch sehr viel Spaß bereitet, auch wenn die ’80er sehr hochgehalten werden, auch optisch, von denen ich ja nicht besonders viel halte. Würde ich mir aber definitiv nochmal geben.
Damit ging es dann rüber zur Zeltbühne, Eröffnung des letzten Tages durch NIGHTBEARER. Die Paderborner haben nicht mal 2 Monate vorher ihr neues Album „Defiance“ über Testimony Records veröffentlicht, von dem zumindest in meiner Party.San-Blase überall die Rede war. Auch in Podcasts habe ich vorher davon gehört. Mir war die Band unbekannt, also hin da. Umso mehr hat sie mich dann umgeblasen. Das Publikum war sehr dankbar und hat die Band gefeiert, die in gutter Spiellaune war und ihr eigenes Fest auf der Bühne hatte. NIGHTBEARER behalte ich auf jeden Fall auf meinem Zettel.
Setlist: His Dark Materials, The Dragon Reborn, Lycanthropic Death Squad, Beware The Necromancer, Dying Knows No Bounds, Defiance
Dann gab es ein Westeuropadoppel. Erst ANALEPSY aus Potugal auf der Haupt- und dann AVULSED aus Spanien auf der Zeltbühne. Ich gönnte mir eine Pause, da mir noch einiges bevorstand und ich schon ziemlich zerstört war, am dritten Tag. Von unserem Camp au machte aber alles einen guten Eindruck!
Setlist Analepsy: Apocalyptic Premonition, The Vermin Devourer, Locus Of Dawning, Spasmodic Dissonance
EREB ALTOR hatte ich auch so gar nicht auf meinem Zettel, außerdem musste ich mich auch frühzeitig auf den Weg zum Zelt Machen, ein persönliches Highlight stand nämlich auf der Zeltbühne bevor.
Ich bin damals bei NIGHT IN GALES mit dem Debüt eingestiegen und war völlig hin und weg. Dieses Jahr feiern sie 30-jähriges Jubiläum und seit dem Christian Müller wieder dabei ist, kommt ein geiles Album nach dem anderen. Live gesehen habe ich sie allerdings noch nie. Das hat sich hiermit endlich geändert. Ein wenig Schiss hatte ich vor einer Enttäuschung, da meine Erwartungen nach so langer Zeit hoch waren. Zum Glück haben sie mich dann völlig umgehauen. Eine geile Setlist, die sogar „meinen ersten“ NIGHT IN GALES-Song beinhaltete und richtig Bock auf die Mucke in dem Moment, haben den Auftritt besonders für mich werden lassen. Einer der wenigen Auftritte, die ich dieses Jahr komplett gesehen habe. Und im Zelt der einzige. Für mich hat es sich mehr als gelohnt.
Setlist: Dawnlight Garden, The Spears Within, Into The Evergrey, Transition To Doom, Razor, Autumn Water, Sylphlike, Iron Maiden (Cover)
Von den anvisierten 35 Minuten Nachtigallgeballer waren wir so im Eimer, dass wir wiederum unser Camp aufgesucht haben. SKELETAL REMAINS haben damals mit ihrem zweiten Album von 2015 sehr gemundet. Die Richtung, die sie mittlerweile eingeschlagen haben, ist dann aber nicht mehr so unser cup of tea.
DÖDSRIT. Die Band hatte ich auf meinen Zettel für unseren Bericht. Ich wollte sie sehen, ich wollte sie fotografieren. Ich habe mich darauf gefreut. Auf dem Weg zur Bühne schaute ich jedoch kurz beim Stand von Ván Records vorbei um zu sehen, ob ich Zingultus jetzt dort erwische, da er mich bei einem kurzen Treffen im Akkreditierungsbereich dorthin eingeladen hat. Und was soll ich sagen, ich habe ihn erwischt und wir haben bestimmt 45 Minuten richtig gut gequatscht. Beseelt bin ich dann rüber zur Hauptbühne, da ich Pig Destroyer nicht auch noch verpassen wollte.
Der bisher einzige Gig von PIG DESTROYER hat für uns auf dem Neurotic Deathfest 2013 stattgefunden. Deswegen freute mich ich mich riesig auf die verrückte Truppe, auch wenn mir die aktuellen Sachen weniger zusagen, als das damalige Material. Zu meinem Glück gab es dann nur Stuff von Album 2-5. Genau mein Ding. Elektromann Blake, der leider letztes Jahr verstorben ist, war von Alex Cha ersetzt worden, der aktuell auch den Elektrokram für Nailbomb macht, geil! Entsprechender Alex ist dann so krass abgegangen auf der Bühne… Ich habe selten jemanden gesehen, der so Bock auf das hatte, was er da grad tut und bei dem nicht gestellt wirkt. Andere Stimmen nach dem Auftritt sprachen von absoluter Scheiße oder total verrücktem Kram. Ich war so begeistert, dass ich glatt verpennt habe zur Zeltbühne zu wechseln.
Setlist: Gravedancer, Scarlet Hourglass, Thumbsucker, Pretty In Casts, Crippled Horses, The Gentleman, Sis, The American’s Head, Eve, Valley Of The Geysers, Loathsome, The Diplomat, Thought Crime Spree, Starbelly, Cheerleader Corpses, Scatology Homework, Trojan Whore, Piss Angel, Junkyard God
MØL, die für die Ukrainer White Ward als Ersatz gebucht wurden, kannte ich vorher nicht, habe beim Reinhören aber direkt zugesagt. Den Anfang hatte ich wegen Pig Destroyer schon verpennt und der Akku wurde auch nicht voller, also ab zum Camp um schon mal die ersten Teile abzubauen, damit es Sonntag schneller geht.
Den Rest des Tages sollte uns die Zeltbühne auch nicht mehr zu Gesicht bekommen.
GRAVE, eine der wichtigsten Bands des schwedischen Death Metals spielte dieses Jahr mindestens 4 Auftritte im Original Line-Up und das Set bestand nur aus Songs der ersten 3 Alben. Danach sind sie ja bekanntlichermaßen implodiert. Und 1996 mit dem Folgealbum „Hating Life“ bin ich dann erst eingestiegen. Auch wenn die 3 Alben, von denen heute kredenzt wurde sehr selten bei mir liefen, freute ich mich wie Bolle auf den Gig. Umso mehr, weil wir die Info bekommen haben, dass sie am Vortag auf dem Brutal Assault mächtig abgeräumt haben. Die Kulttruppe startete dann mit dem Titeltrack des Debütalbums und ich war direkt hin und weg. Es war schon eigenartig Ola Lindgren nicht am Mikrofon zu sehen, aber das machte heute ja grad den Reiz aus. Der Sound war mächtig und die Kettensäge schien direkt durch das Gehirn zu wandern. Zwischendurch war Ola offensichtlich ziemlich pissed, woran es lag konnte ich allerdings nicht ausmachen. Ich war völlig begeistert von diesem Auftritt und die Position 3 Slots vor dem Headliner war völlig gerechtfertigt. Seitdem läuft bei mir nur noch „You´ll Never See…” wenn ich Bock auf GRAVE habe und das habe ich.
Setlist: Into The Grave, Day Of Mourning, Turning Black, You’ll Never See, Morbid Way To Die, Deformed, Christi(ns)anity, For Your God, Brutally Deceased, Reborn Miscarriage, Soulless, …And Here I Die…Satisfied
Auch auf KVAEN hatte cih vorher echt Bock, aber wir machten uns weiter daran das Camp zu minimieren jund die restlichen Reserven für die Hauptbühne zu sparen.
Wenn ich mich für EINE Band hätte erbrechen müssen, wegen der ich zum Party.San gefahren bin, hätte ich nur TIAMAT sagen können. Die „Wildhoney“ fand ich schon immer großartig. Live gesehen habe ich sie vorher noch nie und war etwas verunsichert, weil ich von vielen negatives gehört habe, darauf habe ich noch dann auch eingestellt aber trotzdem gehofft. vor allem die Geschichte mit dem Brötchen essen war bei mir hängen geblieben. Und? Was soll ich sagen? Die vielen lagen nicht so weit daneben. Ich stand im Fotograben und als Johan die Bühne betrat, wusste ich nicht was ich sagen sollte. Barfuß, in Indien Klamotten, mit fettem Tatter stand der Mann vor mir, der eine meiner liebsten Scheiben für den Herbst zu verantworten hat. Soundtechnisch war alles super und auch der Gesang war auf dem Punkt. Die Band war top, und Johan hat sie vorgestellt und sich auch bei ihr bedankt. Körperlich schien Johan in keiner guten Verfassung zu sein. Da war nicht viel Bewegung oder Enthusiasmus zu spüren. Nach den drei Songs in Graben bin ich ratzfatz zum Zelt, hab mir ne ziemlich harte Mische gemacht und mich im hinteren Teil des Infields auf die Asphaltkante gesetzt. Ansehen konnte ich mir das Ganze nicht, ich hatte das Gefühl Hilfe leisten zu müssen. Von hinten zuhören hingegen hat mich mehr als erfüllt. Die „Clouds“ trifft auf Scheibe von Sound nicht meinen Geschmack, die sind schon eher. Richtig gut wurde es aber erst mit dem Songs von „Wildhoney“. „Whatever That Hurts“ machte mir schon massive Gänsehaut. Ein paar Meter von mir entfernt saß ein Mann der sicherlich 15-20 Jahre älter als ich, aber genauso ergriffen, wenn nicht sogar noch mehr. Als „Gaia“ den Abschluss eingeläutet hat, bekam ich wieder eine mächtige Gänsehaut und der Herr neben mir fing an zu weinen, vor Rührung! Als der Song und damit der Auftritt vorbei war, fielen wir uns in die Arme und waren beseelt!
Setlist: In A Dream, Clouds, A Caress Of Stars, The Sleeping Beauty, Divided, Wildhoney (vom Band), Whatever That Hurts, The Ar, Visionaire, Vote For Love, 25th Floor (vom Band), Gaia
Genauso wie den drei vorherigen Bands der Zeltbühne erging es dann auch FULCI, die das Festival auf der kleinen Bühne beschlossen. Sehr schade, ich habe viel Gutes danach gehört.
GORGOROTH war schon immer eine meiner liebsten BM-Bands von damals, deswegen habe ich mich riesig gefreut, dass sie, nach 18 Jahren Abstinenz, für dieses Jahr bestätigt wurden. Mein letztes Konzert ist auch schon lange her. Leider gehen sie außerhalb von Norwegen ja schon seit Jahren mit dem fragwürdigen Hoest auf die Bühne. Auch wenn mich seine gesanglichen Qualitäten überzeugen, würde ich lieber jemand anderen dort stehen sehen. Die Setlist hat mich dann allerdings mächtig umgehauen. Damit hatte ich wirklich nicht gerechnet, dass beinahe mein persönliches Best Of gedüdelt wird und aufgrund so viele alte Sachen dabei sind. 8 Alben waren vertreten und „Under The Sign Of Hell“ mit 4 Songs sogar am stärksten. Außerdem wurden 4 Songs aus der Gaahl-Ära gespielt, wobei ich mir nicht sicher bin, wie das die letzten Jahre so gehandhabt wurde. Und mit „Destroyer“ haben sie mir dann den größten aller Gefallen getan. Nach dem letzten Konzert, welches ich in Holland gesehen habe, bei dem Hoest viel mehr als nur besoffen war, hätte ich nie gedacht, dass GORGOROTH mich live nochmal so umhauen können. Infernus hat geliefert und die Band wieder weiter nach oben auf meinem Zettel gebracht.
Setlist: Bergtrollets Hevn, Aneuthanasia, Prayer, Katharinas Bortgang, Revelation Of Doom, Forces Of Satan Storms, Ødeleggelse Og Undergang, Blood Stains The Circle, Cleansing Fire, Destroyer, Incipit Satan, Krig, Kahla Brahman, Unchain My Heart!!!
BLOODBATH beschlossen das Festival als Headliner am Samstagabend. Allein dieser Umstand hat schon Diskussionen bei uns ausgelöst. Dazu muss man natürlich sagen, dass niemand von uns ein Festival organisiert, geschweige denn in dieser Größe! Ein oder zwei Positionen vor dem Headliner hat ihnen jeder von uns zugesprochen, aber nicht mehr. Da hatten wir den Auftritt aber noch nicht gesehen. Keine Ahnung wer Jonas Renkse am Bass ersetzt hat (lt. der metallischen Enzyklopädie ist es zur Zeit Joakim Antman von Lik). Anders Nyström stand alleine als Gitarrist auf der Bühne. Beim letzten Mal trug Nick Holmes noch Mönchstracht mit großem Kreuz und Blut im Gesicht. Dieses Mal normale Klamotten und ein Cap, wie Anders Nyström auch. Kein Bock auf Schminke und Tracht? Zusätzlich benutze Nick Holmes einen Gesangseffekt, der zwar nicht schlecht klang, aber auch immer heraus zu hören war. Zwischen zwei Songs sagte er dann auch noch mit eingeschaltetem Effekt: This is actually my normal voice! Da war dann für mich alles vorbei. Natürlich bleibt der Band vollkommen selbst überlassen, wie sie sich präsentiert, aber ich finde als Headliner sollte man zumindest schon das Gefühl vermitteln, dass man Bock hat das zu tun, was man da grad tut. Das war eine Demontage des Selbst in meinen Augen, andere hingegen waren begeistert. Für mich hätte man definitiv die erste und letzte Band tauschen sollen…
SCALPTURE FOR HEADLINER!
Setlist: So You Die, Soul Evisceration, Breeding Death, Like Fire, Putrefying Corpse, Cancer Of The Soul, Brave New Hell, Mock The Cross, Let The Stillborn Come To Me, Cry My Name, Eaten
Damit hatte das PARTY.SAN 2025 ein Ende gefunden!
Wie jedes Jahr wurden bei Anreise schon die ersten Bands über Werbeträger bekannt gegeben. Dieses Mal waren es:
Ich finde es übrigens sehr sympathisch, dass nur klitzeklein auf dem Plakat zu entdecken ist, dass es das 30. Jubiläum sein wird.
Ich freue mich besonders auf: Hypocrisy (da freue ich mich einfach immer), Murder Squad (wie geil ist das denn, bitte?), Tulus (weder Tulus noch Khold habe ich bis jetzt live gesehen), A Canorous Quintet, Sarcator, Temple Of Dread und Gates Of Ishtar (nachdem sie ja schonmal bestätigt waren).
Es wird wie immer ein FEST!
Hier das offizielle Aftermovie und eine Stellungnahme zu den „Beschwerden“:
Hier nochmal ein Best Of der Fotos von 2025…
Source: Amboss-Mag.de
19.12.2025 - SCHEITAN :: Neues Album veröffentlicht

Die schwedische Gothic Rock/Metal Band SCHEITAN hat ihr neues Album „Wine For a Tormented Soul“ über The Circle Music veröffentlicht. Gleichzeitig gibt es ein neues Video zum Eröffnungstrack „A Kiss of Death“.
Order: https://thecirclemusic.gr/product-category/the-circle-releases/?filter_artist-name=scheitan
Info:
„Wine For a Tormented Soul“ enthält acht Titel, darunter die zuvor veröffentlichten Singles „Carry Me Home“, „Heaven Tonight“ und „Love n Death“.
Pierre Törnkvist von Scheitan verriet, was ihn zu diesem Album inspiriert hat: „Ich freue mich sehr darauf, dem Publikum das neue Scheitan-Album vorzustellen. Der Titel „Wine For a Tormented Soul“ kommt von dem, was Musik für Leute bedeuten kann, die im Leben auf Schwierigkeiten stoßen. Musik ist meine Therapie, sie ist mein bester Freund in dunklen Zeiten. Die letzten 10 Jahre waren eine holprige Reise, in der einer meiner besten Freunde viel zu früh verstorben ist und mein Vater uns von einem Tag auf den anderen verlassen hat. Einige der Songs wurden bereits als Singles veröffentlicht, aber mit dem kommenden Album kann man sie im Kontext eines Albums hören und auch in einem nicht-digitalen Format wie Vinyl, was meiner Meinung nach die beste Art ist, sie zu genießen. Wir werden versuchen, so oft wie möglich aufzutreten und diese neuen Songs für euch zu spielen.“
Source: Amboss-Mag.de
19.12.2025 - Soulbound: Neue Video-Single „Not Metal Enough“ + Album „sYn“ + Tour 2026

Mit "Not Metal Enough" haben Soulbound eine weitere Single vom kommenden Album "sYn" ausgekoppelt. Mehr Infos, das Musikvideo und die Dates der kommenden Tour hier!
Source: Sonic Seducer
19.12.2025 - Depeche Mode: Kalender Edition ausverkauft, 12/25-01/26 wird knapp! („Depeche Mode: M“ / „Memento Mori – Mexico City“)

Unsere Depeche Mode Kalender Edition 2026 ist ausverkauft und auch die neue Ausgabe 12/25-01/26 wird knapp: Große DM-Titelstory mit exklusivem Studio-Rundgang, "Depeche Mode: M" Original XL-Plakat, XL-Poster, "Memento Mori – Mexico City" Album-Cover Sticker & "Ultra" Cover-CD - wer noch ein Exemplar will, sollte sich beeilen!
Source: Sonic Seducer
19.12.2025 - Lacrimosa: Exklusives Orchester-Konzert in Berlin

Kommendes Jahr spielen Lacrimosa ein exklusives Konzert mit Chor und Orchester in Berlin - alle Infos hier!
Source: Sonic Seducer
19.12.2025 - Within Temptation: Neue Video-Single „Ice Queen (Acoustic)“

Within Temptation haben eine Akustik-Version ihres Hits "Ice Queen" veröffentlicht. Mehr Infos und den Track im Stream hier!
Source: Sonic Seducer
18.12.2025 - OBSCURITY :: Neuer Track mit Månegarm Sänger

Die deutsche Melodic Death/Viking Metal Horde OBSCURITY hat einen weiteren Song aus ihrem kommenden zehnten Album „Ascheregen“ veröffentlicht, das am 29. Januar 2026 über Trollzorn Records erscheinen soll. Zudem Song „Rúnar Víg“, bei dem Erik Grawsiö von Månegarm als Gastsänger mitwirkt, gibt es zudem auch einen Videoclip. https://www.obscurity-online.de
Preorder: https://music.suricatemusic.com/ascheregen
Info:
Auf „Ascheregen“ erwartet den Hörer die gewohnt kraftvolle Mischung aus melodischem Death-/Viking Metal, diesmal jedoch mit einer deutlicheren Black-Metal-Note. Diese zusätzliche Schärfe ermöglicht es OBSCURITY, sowohl die Melodie als auch die Intensität weiter zu steigern.
Source: Amboss-Mag.de
18.12.2025 - HEADS FOR THE DEAD „Never Ending Night Of Terror“ (Horror Metal Of Death)

HEADS FOR THE DEAD
„Never Ending Night Of Terror“
(Horror Metal Of Death)
Wertung: Absolute Kaufempfehlung!
VÖ: 10.10.2025
Label: Pulverized Records (CD/LP) / Selfmadegod Records (Tape)
Webseite: Instagram / Facebook / Bandcamp
Gastbeitrag von „Rudi von Hotel666.de„:
Just zum Sickolaustag was monströses geschah
Erfreut ich erwachte so wie es jedes Jahr war
Engelsgleich jauchzend zum Stiefel lief ich hin
Wohlwissend was für ein braver Knabe ich bin
Tief lugte ich in das Schuhwerk hinein
Nichts ward drin, wie kann das denn sein
Doch dann drang wohlige Stimme in mein Ohr
Und dann kroch was aus dem Schuhschaft empor
Es stank bestialisch und rauchte ganz doll
Oh nein der Krampus, aus dem Stiefel er quoll
Ich schrie um mein Leben, bettelte um Gnade
Aber er riss mich ins Dunkel hinab, wir ritten auf ’ner Made
So fand ich mich wieder im Strudel aus Tod und Schleim
Er warf mich dann ab, ich war nun allein…
… umherirrend betrat ich später einen muffigen, dunklen Raum, dessen Wände zu leben schienen und an einem modrigen Tisch saßen drei schemenhaft sichtbare Gestalten, über die dicke Maden krochen. Wohl war mir bei der Sache nun wirklich nicht und Panik erfasste mich, aber im flackernden Licht der Kerze erkannte ich zu meiner Erleichterung schnell, wer das war. Es waren Jonny Petterson, Ralf Hauber und Matt Moliti aka HEADS FOR THE DEAD! Es gesellte sich dann auch ihr neuer Drummer Evan Daniele mit einem Tablett voller Drinks zu uns und aus einer Jukebox, die aussah wie ein Haufen verwesender Kadaver, drang gar wundervolle muSICK in meine Ohren. Es handelte sich um „Never Ending Night Of Terror“, ihr just über Pulverised Records erschienenes neues Werk des Todes! Was für geiler Stoff und gleiches galt für das edle Gesöff, welches wir uns hier unten im Reich des Zerfalls gönnten. Aber plötzlich brach das Gewölbe schleimig in sich zusammen und ich kehrte auf einer monströsen Made reitend zurück in die Welt der Lebenden mit dem Nachhall der Jungs in meinen Ohren, die frohe Kunde eines neuen HEADS FOR THE DEAD-Longplayers zu verkünden…
… und das mache ich doch liebend gerne! Warum? HEADS FOR THE DEAD haben bisher ja schon immer amtlich abgeliefert, legen aber dieses Mal noch ein paar Kanten Holz mehr auf den für die satanische Hexe bereits aufgetürmten Scheiterhaufen. Ich habe nach der mächtigen „In The Abscence Of Faith“-EP ja einiges erwartet und bekam noch mehr, denn „Never Ending Night Of Terror“ ist ein brachiales Ungetüm geworden, welches aber nicht nur stumpf daher metzelt, sondern auch gerne mit fiesem Genuss euch jede Hautschicht mit verspielter Freude einzeln abzieht.
Mit diesem Album wird wirklich ein absoluter Hammer auf uns losgelassen… düsterer und brutaler Death Metal pur. Aber von dort aus nur startend und einen anderen modrigen Weg mit einer bald erlöschenden Fackel in der Hand gehend, denn der Horrorfilmsoundtrack-Charakter ist noch dominanter geworden und so nimmt uns die Band auch musikalisch noch mehr mit auf eine Reise durch ihre VHS-Sammlungen des Schreckens. Nicht nur durch die Samples und die Keyboards, die ja, ich denke mal bewusst, durch den Sound und der Art des Einspielens an die alten Soundtracks der 70er und 80er erinnern sollen, sondern auch durch die Musik an sich. Die Horrorfilmkeyboards und ihr Death Metal gehen nun noch viel mehr Hand in Hand und arbeiten sich jetzt noch mehr aufeinander abgestimmt, vor allem zu hören an den Gitarrenläufen, durch die Songstrukturen und verschmelzen zu einem bösartigen Ghoul! Die Basis von HEADS FOR THE DEAD ist immer noch, wie schon bereits erwähnt, klassischer Death Metal der allerbesten Sorte, seien es heftige Attacken, straighte, zum Bangen einladende Momente, walzige Grooves, langsame, erschlagende Parts und auch D-Beat und Blastbeats, aber all das ist nur ein Ausgangspunkt für viel mehr… Horror Metal Of Death halt. Ich finde das neue Material, unabhängig welche Geschwindigkeit es gerade hat, auch gnadenloser und bösartiger. Generell versprühen die Songs eine sehr dunkle und vor allem bedrohliche Atmosphäre. Es überkommt einem die ganze Zeit das Gefühl, sich umdrehen und schauen zu müssen, ob da kein Serienkiller oder ein Monster lauert, das auf das nächste Opfer wartet, welches bestialisch abgeschlachtet werden soll. Und das ist es doch, was Death Metal neben seiner Brutalität, die dieses Mal noch heftiger ausgefallen ist, ausmacht oder ausmachen sollte, nämlich diese düstere und obskure Stimmung und das gelingt der Band auf dieser Scheibe wirklich außerordentlich gut. Das Songwriting ist auch noch mal etwas variabler ausgefallen und wirkt dadurch nicht nur spannender und packender, sondern auch intensiver als es eh schon der Fall war. Da hat Jonny bei einer Séance nach einem üppigem Horrorfilm-Konsum dieses Mal eine besonders ergiebige Muse aus dem Jenseits herbeigerufen. Generell sind alle Beteiligten bestens motiviert und so hören wir neben den Killerriffs und den geilen Keyboards auch mördermäßige Soli von Matt Moliti und wirklich sehr gelungenes, wuchtiges, variables und dynamisches Drumming von Evan Daniele. Aus all diesem heraus entsteht ein prächtiges muSICKalisches Monstrum…
… das natürlich auch eine Stimme hat und was für eine! Ralf Hauber ist mal wieder wahrlich in seinem Element und steht seinen Kollegen was Herzblut und Hingabe angeht natürlich in nichts nach. Aber habt ihr was anderes erwartet? Ich auf alle Fälle nicht. Thematisch geht es natürlich wieder um Horror, Horror und nochmals Horror! Dieses mal beschäftigte sich der Herr anscheinend sehr mit seiner Sammlung alter Kracher, um möglichst viel unheilige Ideen zu erlangen. Jeder Song ist von einem Film inspiriert, z.B. „Freitag der 13.“, „Repulsion“, „Videodrome“, „Re-Animator“, „Motel Of Hell“, „Dawn Of The Dead“, „The Gates Of Hell“ oder „Suspiria“. Letzterer ist aber auch ein musikalischer Tribut, denn die leitende Melodie entstammt dem Hauptthema des Films, im Original von der Band Goblin, die für einige Soundtracks für Dario Argento-Filme zuständig war. Aber zurück zu Ralf, denn dieser kann es gar nicht erwarten, uns die Massen an fettgefressenen Maden und verotteten Kadaver, welche sich in seinem Schlund und in seinem Brustkorb angesammelt haben, in Form seiner sehr gelungenen und absolut top zur muSICK passenden Texte voller Urgewalt entgegen zu kotzen! Das Ganze geschieht wie immer sehr derbe und brutal, aber immer schön differenziert, so dass die Texte, die ja ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzepts sind, nicht nur wie ein einziger Brei klingen. Ralfs Gesang ist mal wieder überwältigend und auch sehr individuell, wie ich finde. Auf alle Fälle eine der Stimmen, die du gleich erkennst. Der Ghoul in seinem Brustkorb und seine mutierten Stimmenbänder sind hier mal wieder bestens drauf und klingen und wirken wie eine bösartige und dämonische Attacke nicht nur auf unseren Geisteszustand, sondern auch auf unseren Leib selbst! Dazu gibt es fieses und garstig klingendes Keifen und heftige Schreie, die so rüberkommen, als hätte sich der Ghoul auch Ralfs Gehirnes bemächtigt und seines Verstandes beraubt. Und so setzt er mit seiner Stimme und seinen Texten diesem Knalleralbum noch das Sahnehäuberchen des Todes auf!
Dann kommen wir mal zum Sound, denn dieser ist mal wieder mächtig-prächtig ausgefallen. Die Saiteninstrumente und die Effekte hat Jonny natürlich wieder selber in seinem Studio aufgenommen und Ralf hat für seinen Gesang dieses Mal die Feed The Fox Studios heimgesucht. Die Drums hat sich Ewan in den Parallel Studios aufs Band bannen lassen und Matt schredderte seine Gitarren in Bloomingdale ein. Gemixt hat Jonny natürlich auch wieder selber, aber dieses Mal das Mastering Roger Bergsten (Nevo Mastering) weitergereicht und das Ergebnis klingt wie aus einem Guss, als wären alle als Band in nur einem Studio gewesen. Sehr geil! Attestierte ich dem letzten Release im Grundsound einen gewissen klassischen Metal-Sound wie er Ende der 80er/Anfang der 90er häufig üblich war, kotzt es dieses Mal doch wieder derben Leichensud und stinkigen Friedhofssiff aus den Boxen. Es geht also wieder etwas brutaler und wuchtiger zur Sache, was nicht heißen soll, dass dies beim letzten Release nicht der Fall war. Es kommt nur wieder mehr der Todesblei zur Geltung und das wirklich gelungen. Der HM2-Knarz in den Saiteninstrumenten walzt wirklich oberamtlich und heftig durch euer Hirn, dazu gibt es einen sehr lebendigen und ehrlich Drumsound, gut zu vernehmende Vokillz und die Samples und Effekte sind auch klasse integriert, ohne zu sehr im Vorder- oder Hintergrund zu stehen. Eingesargt in eine sehr natürlichen, feurigen und brachial-intensive Produktion, die alles wie einen unheiligen Fluch zusammenhält, sind aber coolerweise trotz aller Heftigkeit alle feinen Details, die die Kompositionen wie ein modriges Pilzgeflecht durchziehen und auch stützen und verfeinern, wunderbar zu hören. Und so kreiert sich daraus ein Gesamtsound, der die sehr dichte, düstere und erdrückende Atmosphäre der muSICK an sich zu 666% perfekt eingefangen hat, einfach nur unfassbar böse und bedrohlich klingt und euch das Gefühl gibt, dass sich gerade in eurem Raum etwas Abartiges manifestiert, um sich in euren Verstand zu fressen und eure Seele in die Abgründe der Hölle und der ewigen Verdammnis zu reißen!
Optisch wird der Release auch wieder top und natürlich passend zum Bandkonzept realisiert. Verantwortlich dafür zeigt sich eine mir bisher unbekannte Person namens Solomacello und jene hat ordentlich abgeliefert! Inspiriert von einer Maske, die in Jonnys Wohnung hängt, ist ein wirklich sehr cooles Artwork entstanden, dessen Horrorfilmplakat-Flair, inklusive angenehmem Retrotouch, wahrlich nicht zu übersehen ist. Was gibt es zu sehen? Ein riesiger und sehr heller Vollmond entsendet wie ein Scheinwerfer das Spotlight auf eine finstere Gestalt, bestückt mit einer schweren Lederjacke und einem Armeerucksack, in einer Hand einen Schädel und in der anderen eine stark blutverschmierten Machete, in deren Klinge das Motto der Band, nämlich „Horror Metal Of Death“, eingraviert ist. Scheint mir ein Die Hard-Fan zu sein. Am düstersten an diesem Wesen ist aber die stählerne Maske auf seinem Kopf, hoffentlich ist auch wirklich einer darunter, die aussieht wie eine fiese Mischung aus Vogelgesicht, Gasmaske und Kriegshelm mit blutroten Schutzgläsern für die Augen. Diese sind nicht zu sehen, aber auch so spürst du total diesen musternden, starren und mordlüsternden Blick, der auf dir liegt, wenn du dir das Artwork anschaust. Hammer! Unterhalb dieser Kreatur eröffnet sich noch eine andere kleine Szenerie, vielleicht eine Erinnerung dieser Person? Dort bahnt sich gerade eine Hand aus einem (noch) offenen Grab, die Schaufel steckt noch in der Erde, und wir blicken auf einen Grabstein mit der Gravur HftD… HEADS FOR THE DEAD! Ist es tatsächlich doch kein Die Hard-Fan, den wir hier sehen, sondern der rastlose Geist, der alle Bandmitglieder miteinander vereint, in Form eines untoten Kadavers und wir sehen die Erinnerung des Verlassens des Grabes? Ich denke schon und meiner Meinung sehen wir hier quasi die Geburt eines Bandmaskottchens. Mal sehen, ob zukünftige Artworks meine These bestätigen werden. Cool wäre es auf alle Fälle. Mir gefällt auch der leicht schmutzige, aber trotzdem gut definierte Zeichenstil und das Spiel mit den Schwarz-, Weiß-, Blau- und Rottönen sehr, die im Gesamten, also auch in Kombination mit dem Bandlogo und dem Albumtitel, eine sehr zur muSICK stimmige, bedrohlich-aggressive und düstere Stimmung erzeugt. Würde ich das Cover irgendwo als Filmplakat sehen, wäre mein Interesse auch tatsächlich geweckt, da ich einen sehr coolen Film erwarten würde. Mission gelungen, würde ich sagen. Düster und mit rostig-rotem Blut verschmiert geht es auch im optisch ansprechenden Booklet weiter, das uns neben den Credits auch die Texte darstellt. Auf der Rückseite der CD-Hülle geht es aber auch nochmal richtig ab, denn dort zeigen sich die vier Recken des Todes in Kombination mit Teilen des Covers, Blut, den Songtiteln und der coolen anderen Variante des Bandlogos. Alles schon sehr geil, wie ich finde. Natürlich darf da Vinyl bei der geilen Aufmachung nicht fehlen, vor allem des Artworks wegen. Dazu bekommt ihr ein doppelseitiges bedrucktes Inlay mit allen Infos und dem Bandphoto . Sieht echt top aus. Das Vinyl an sich gibt es in klassischem Schwarz (100 Stück), in rotem Splatter oder in cooler blauer Marmorierung, beide Versionen jeweils 200 mal. Es gibt übrigens auch Magnetbänder (100 Stück), veröffentlicht über Selfmadegod Records für euch mit blutrotem Tape und einem auffaltbaren Booklet, welches alles, was ich bisher diesbezüglich besprochen habe, beinhaltet und durch das tolle Layout auch der CD oder der LP in nichts nachsteht. Ihr seht, dass ihr also egal welches Format ihr favorisiert, auch optisch voller Herzblut verwöhnt werdet.
HEADS FOR THE DEAD präsentieren sich uns auf „Never Ending Night Of Terror“ mit ihrem Horror Metal Of Death abermals in Höchstform und nicht nur das, denn sie zeigen sich hier noch intensiver, brutaler, variabler und atmosphärischer als zuvor! Falls mal kein Horrorfilm zum Konsumieren parat stehen sollte, legt einfach diese Scheibe ein und genießt diesen akustischen Grusel des Todes. Ihr werdet es nicht bereuen!
„There’s a link between heavy metal and horror. They’re like some strange cousins.“ (Robert Englund)
Songs:
1. The Vastness Of Time 03:59
2. Death Mask 04:28
3. Phantasmagoria 04:27
4. In Disgust We Trust 01:39
5. Never Ending Night Of Terror 06:46
6. Give Me Life 03:03
7. The Harvester 03:53
8. The Shape Of Light Bleeds Black 04:45
9. To The Very Last 04:19
10. Witchkrieg (Goblin-Tribut) 03:52
Spielzeit: 41:11
Source: Amboss-Mag.de
16.12.2025 - SCHANDMAUL :: Walpurgisdampfer Event 2026 angekündigt

Am 25. April 2026 heißt es erneut: Leinen los für SCHANDMAUL – und das auf ganz besondere Weise. Die beliebte Veranstaltung ist nach kurzer Pause wieder zurück und findet auf der MS Rhein Fantasie statt, mit Abfahrt in Köln (KD Anleger Nr. 2, Frankenwerft 35, 50667 Köln).
Tickets: 60,00 EUR zzgl. Gebühr im VVK unter http://www.powerticket.eu und http://www.eventim.de
Außerdem kündigten Schandmaul bereits ihre Sternensegler Tour 27 an, bei der 2 neue Termine dazugekommen sind:
SCHANDMAUL – STERNENSEGLER TOUR 27
Support GOSSENPOETEN
12.02.27 Hannover – Capitol
13.02.27 Hamburg – Grünspan
19.02.27 Leipzig – Anker
20.02.27 Dresden – Tante Ju
26.02.27 Nürnberg – Hirsch
27.02.27 Berlin – Columbiatheater
04.03.27 Saarbrücken – Garage
05.03.27 CH- Pratteln – Z7
06.03.27 Stuttgart – Im Wizemann
12.03.27 Köln – Carlswerk Victoria
13.03.27 Bremen – Kulturzentrum Schlachthof
19.03.27 Frankfurt – Batschkapp
20.03.27 München – Muffathalle
02.04.27 A – Wien – Simm City
03.04.27 A – Linz – Posthof
Source: Amboss-Mag.de
15.12.2025 - DAME TU ALMA :: „Skinwalker“ Video

Die Schweizer Dark Rock/Gothic Metaller DAME TU ALMA haben kürzlich ein Video zu ihrem neuen Track „Skinwalker“ veröffentlicht, ein horror-inspirierter Track mit düsterer, cineastischer Bildsprache. DAME TU ALMA (Spanisch für „Gib mir deine Seele“) sind seit 2017 aktiv und haben als Vorgruppe von Bands wie Stahlmann, Nachtblut, Ostfront und Gothminister gespielt, weitere Infos unter https://www.dametualma.com/
Source: Amboss-Mag.de
14.12.2025 - BLITZ UNION :: Neues Video „Mr. Guilty“ veröffentlicht

Nach Support-Shows für LORD OF THE LOST, Festivals sowie einer Headliner-Tournee durch deutsche Clubs kündigen die tschechischen EDM-Rocker BLITZ UNION den Release ihres nächsten Studioalbums an: „Evolution“ erscheint am 16.Januar 2026. Und bereits seit der zweiten Jahreshälfte 2025 schicken Frontmann Mark Blitz und seine Leute erste Tracks des kommenden Albums voraus. Zuletzt ist ein neues Video zu „Mr. Guilty“ online gegangen. Das Album erscheint in Dolby Atmos als CD im Digisleeve mit 24 stg. Booklet, LP und digital am 16.01.2026 via Dreamstart Music/ Kontor New Media.
Preorder: https://blitzunion.hamburgrecords.com/
BLITZ UNION EVOLUTION TOUR 26
Präsentiert von Sonic Seducer
26.02.26 Frankfurt – Nachtleben
27.02.26 Karlsruhe – Stadtmitte
28.02.26 München – Backstage
05.03.26 Oberhausen – Kulttempel
06.03.26 Hamburg – Headcrash
07.03.26 Hannover – LUX
13.03.26 Leipzig – Neues Schauspiel
14.03.26 Eisenhüttenstadt – Rockhütte
Source: Amboss-Mag.de
13.12.2025 - THE ETERNAL :: 1. Videosingle zur neuen EP

Das australisch-finnische Dark-Progressive-Gothic-Metal-Kollektiv THE ETERNAL hat ihre kommende EP „Celestial“ angekündigt, die am 16. Januar 2026 über Reigning Phoenix Music erscheinen soll, und die erste Video-Single „It All Ends“ veröffentlicht.
Streamen/Download der Single: https://theeternal.rpm.link/itallendsPR
„It All Ends“ ist die erste Vorschau auf „Celestial“ und gibt mit einer kraftvollen Mischung aus eindringlicher Atmosphäre, melancholischer Schwere und progressiver Finesse den Ton an. Der Track entfaltet sich langsam und bedächtig und zieht den Hörer in seinen Bann mit brodelnden Riffs, düsteren Melodien und einem emotionalen Gesang, der sowohl intim als auch kolossal wirkt. Die Dynamik des Songs steigert sich zu einem gewaltigen, epischen Finale, das den cineastischen Ansatz der Band in Bezug auf Heavy Metal unterstreicht.
Die EP kann auf allen großen digitalen Plattformen und als streng limitierte Auflage auf umweltfreundlichem Recycling-Vinyl vorbestellt werden: https://theeternal.rpm.link/celestialPR
Source: Amboss-Mag.de
12.12.2025 - THE OTHER :: Neue Single & Video „Vincent Price – Master of Menace“

Die Horror Punk Band THE OTHER kehrt mit einer brandneuen Single zurück: „Vincent Price – Master Of Menace“, entnommen aus dem Original-Soundtrack der internationalen Dokumentation „The Vincent Price Legacy“. Die zweistündige Dokumentation – koproduziert von Tochter Victoria Price – behandelt das Leben und Werk der Hollywood-Legende Vincent Price und enthält Interviews mit Kollegen wie Alice Cooper, Rob Zombie, John Landis, Joe Dante und David Dastmalchian. Die Dokumentation wird weltweit auf Filmfestivals gezeigt, bevor sie von Wicked Vision für den Heimkinomarkt veröffentlicht wird.
Der Titel erscheint in zwei Versionen – OST Version und Heavy Version – als 7″-Single im Bundle mit ihrem neuen Album Alienated im Webshop der Band. Die „Heavy Version“ ist nur auf dieser 7″-Single erhältlich, während die „Original Soundtrack Version“ am 12. Dezember 2026 auch digital auf allen Streaming-Plattformen veröffentlicht wird.
Stream: https://save-it.cc/massacre/new_single_vincent-pricemaster-of-menace
Die Veröffentlichung folgt auf einen wichtigen Meilenstein in der Karriere der Band: Ihr neues Album „Alienated“ stieg auf Platz 6 der deutschen Albumcharts ein und markiert damit eine der stärksten Chartplatzierungen in der Geschichte der Band. Das Album, das über Massacre Records veröffentlicht wurde, steht für eine kraftvolle Rückkehr zu den Wurzeln, voller Goth-Punk-Hymnen, Vintage-Horror-Vibes und den für THE OTHER typischen makabren Geschichten.
Order: https://massacre-records.com/the_other_alienated_sale/
Source: Amboss-Mag.de
12.12.2025 - SECRET DISCOVERY :: „Last Christmas“ Cover veröffentlicht

Nachdem die Bochumer Dark Rocker SECRET DISCOVERY den Release ihres neuen Albums „Lygoria“ auf Mitte 2026 geschoben haben (Gitarrist Falk ist Vater geworden), veröffentlichen sie kurz vor Weihnachten mit „Last Christmas“ noch einen Coversong. https://hyperfollow.com/secretdiscovery
Statement der Band:
In einer Zeit, in der die Schatten der Erinnerungen erwachen, präsentieren wir euch eine tiefgründige und mystische Neuinterpretation des Weihnachtsklassikers „Last Christmas“. Unsere Coverversion verbindet die Emotionen und die melancholische Schönheit des Originals mit der dunklen Attitüde unseres Genres und hebt den Klassiker auf ein neues Level.
Die festliche Jahreszeit ist nicht nur ein Moment des Feierns, sondern auch der Reflexion und des Gedenkens. Lasst euch von der intensiven Atmosphäre mitreißen und entdeckt die verborgenen Facetten dieser, unserer Geschichte einer verlorenen Liebe und der unerfüllten Sehnsucht bis zur toxischen Obsession.
Frohe Feiertage!
Source: Amboss-Mag.de
11.12.2025 - IN AETERNUM :: 1. Track vom kommenden Album

Die schwedischen Black/Death-Metaller IN AETERNUM haben einen ersten Song aus ihrem neuen Album „…Of Death and Fire“ veröffentlicht, das am 6. Februar 2026 über Soulseller Records erscheinen soll. „The Hourglass“ kann bei YouTube angehört werden.
Preorder: https://soulsellerrecords.bandcamp.com
Info:
IN AETERNUM wurden Anfang der Neunziger gegründet und stürmten viele Jahre lang mit vier Alben, mehreren EPs und ausgedehnten Tourneen die Szene, bevor sie sich auf unbestimmte Zeit zurückzogen. Jetzt ist die Band wieder auferstanden, stärker denn je, und das brandneue Album wurde mit derselben Besetzung wie vor 20 Jahren aufgenommen.
Source: Amboss-Mag.de
11.12.2025 - VREID :: Album angekündigt mit neuer Single

Die Norweger VREID haben die Single „From These Woods“ inkl. Musikvideo veröffentlicht. Dabei handelt es sich um den ersten Vorgeschmack auf das neue Album „The Skies Turn Black“, welches ab sofort hier vorbestellbar ist:
https://vreid.omerch.com/
Am 6. März 2026 werden VREID ihr neues Album „The Skies Turn Black“ veröffentlichen. Fünf Jahre sind seit dem Vorgänger vergangen – Jahre, die die Band geprägt, herausgefordert und abgehärtet haben. Mit dem kommenden Werk kehren Vreid zum Kern ihrer Sognametal-Identität zurück, während sie sich zugleich musikalisch ambitionierter denn je zeigen.
Der Track „From These Woods“ entstand während früher Demo-Sessions in einer abgelegenen Berghütte. Eine nächtliche Idee entwickelte sich zur Basis für den Song und gab schließlich den Ton für das gesamte Album an. Die Band beschreibt ihn als eines der seltenen Stücke, die schon beinahe vollendet erwachen und dabei eine enge Verbundenheit zu ihrem Sognametal-Schaffen aufweisen. Das Musikvideo baut auf der Atmosphäre des Songs auf und fängt die Weite und Dunkelheit der Heimat der Band ein.
Source: Amboss-Mag.de
30.04.2022 - Gemeinsam bis zur Sonne – Das Rockharz 2022

Zwei lange Jahre musste die Metalgemeinde den Verzicht üben. In diesem Jahr besteht eine realistische Chance auf die Durchführung der Sommerfestivals und damit ist auch das Rockharz bereit, euch an der Teufelsmauer zu empfangen. Musikalische Höhepunkte kommen in Ballenstedt regelmäßig zur Aufführung und so dürfen sich die geneigten Besucher*innen auf ein breit gefächertes Programm freuen.Der …
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21.04.2021 - Rezension: Mulberry Sky – Lion Queen

Dass Mulberry Sky sich nicht einfach in irgendwelche Genre-Schubladen stecken lassen, sondern viele verschiedene Facetten haben, stellen sie mit ihrer neuen Single „Lion Queen“ erneut unter Beweis. Im Vergleich zu ihrer letzten Single Creature wird es diesmal deutlich Funkier.Watch out! Here comes the lion queen! A majestic creature like you’ve never seen!Inspiriert von ihrer eigenen …
Source: Dark News
07.03.2021 - Sneak Peak: Raygun Rebels – „Hold On (to the good times)“

Die vierköpfige bayerische Rockband Raygun Rebels haben ein Pandemie-konformes Video zu ihrer neuen Single „Hold On (to the good times)“ released. Der Song macht einem gleich trotz Lockdown-Blues wieder gute Laune und lässt einen das Licht am Ende des Tunnels sehen. Überzeug Euch hier selbst davon: Website: http://www.raygunrebels.comFacebook: http://www.facebook.com/raygunrebels Instagram: http://www.instagram.com/raygun_rebels
Source: Dark News
31.01.2021 - Hellfield Conspiracy – „We Are 178“

Die Musik-Kollaboration Hellfield Conspiracy, die im Süden Bayerns beheimatet ist, ist erneut auf Zombiejagd dieses Mal mit internationalen Verstärkung von Eric13 (Sex Slaves / Combichrist). Die Pandemie haben Stefan Landinger und Co. genutzt um nach vorne zu schauen und haben in verschiedensten Besetzungen, wie schon bei ihrem ersten Album „The Awakening“, Musik komponiert und produziert.Gerade …
Source: Dark News
31.01.2021 - Rezension: Funker Vogt – Element 115

Was Wäre Wenn – Wenn die Menschheit einem Irrglauben erlegen ist und die Götter der Antike keine übernatürlichen Wesen mit transzendenter Macht waren, sondern Abgesandte anderes Lebens unseres Universums, Besucher die unseren Glauben gelenkt haben? Wenn das Element 115 ( Moscovium ) nicht nur ein unfertiges, künstlich erstelltes Element wäre, sondern schon in der Area …
Source: Dark News
16.01.2021 - Rosa Nocturna – Andele a bestie

Seit 2007 gibt es die Band Rosa Nocturna aus Brünn in Tschechien. Bisher wurden 3 Studio-Alben produziert, mit denen es die Band zu einer gewissen Bekanntheit in ihrem Heimatland gebracht haben. Der Fokus der Symphonic-Metal-Band liegt klar auf eingängigen Melodien und so können die Songs auf Tschechisch auch Fans erreichen, die dieser Sprache nicht mächtig …
Source: Dark News
