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20.05.2026 - SLIFT: neues Psychedelic / Stoner Rock Album „Fantasia“ aus Toulouse
Mit „Fantasia“ wird am 5. Juni 2026 via Sub Pop Records das neue Album der Psychedelic / Stoner Rock-Band SLIFT erscheinen. Es ist das vierte Album der Franzosen aus Toulouse und wurde von Kurt Ballou gemixt und von Magnus Lindberg gemastert.
SLIFT „Fantasia“ Tracklist
1. Fantasia
2. Corrupted Sky
3. The Village
4. A Storm of Wings (Audio bei Bandcamp)
5. Orbis Tertius
6. Waiting Man
7. The Day of Execution (Lyric-Video bei YouTube)
8. Secret Mirror
Source: Vampster
20.05.2026 - URZAH: dritter Track vom neuen Progressive Sludge Album „A Tranquil Void“ aus Bristol

Die Progressive Sludge-Band URZAH hat nach „Hunter in the Veil“ mit „The Call Beneath“ einen dritten Track ihres kommenden Albums „A Tranquil Void“ veröffentlicht. Es ist nach „The Scorching Gaze“ (2024) das zweite Album der Engländer aus Bristol und ließ sich sowohl von persönlicher Selbstreflexion als auch von Ehrfurcht angesichts des unermesslichen Kosmos inspirieren.
„A Tranquil Void“ wurde von Josh Gallop produziert und wird am 5. Juni 2026 via APF Records erscheinen. Das Cover-Artwork stammt von Putra Satria Nugraha. Vorab gibt es den Track „Infernal Star I“ zu hören. Der Song reflektiert über die Kraft der Erinnerung und der Verbindung, um Licht in die Dunkelheit eines riesigen und unerforschten Universums zu bringen.
URZAH Line-Up:
Ed Fairman – Vocals / Guitar
Tom McElveen – Vocals / Guitar
Dan Bradley – Bass
James Brown – Drums
URZAH „A Tranquil Void“ Tracklist
1. At the Mouth of the Cave
2. The Call Beneath (Audio bei YouTube)
3. Infernal Star I (Audio bei YouTube)
4. Infernal Star II
5. Bark & Branches
6. In the Mouth of the Wolf
7. Hunter in the Veil (Audio bei Bandcamp)
8. Entwined, Twisted Roots of Chaos
Source: Vampster
20.05.2026 - LN: neue Pagan Viking Metal Single „Draugr“ mitsamt Video-Clip
Die Pagan Viking Metal-Band LN hat mit „Draugr“ eine neue Single mitsamt Video-Clip veröffentlicht. Der Song, welcher von Adam Ironside produziert wurde, reiht sich somit in eine Reihe von Singles ein, welche die Engländer seit ihrer Debüt-EP „The Hangman’s Tales“ (2023) veröffentlicht haben.
LN Line-Up:
Ellen Hirst
Gwae Bloom
Adam Ironside
Adam Sayers
Jordan Smith
LN „Draugr“ (Video bei YouTube)
Source: Vampster
20.05.2026 - DIVINE SOVEREIGN: erster Track vom neuen Melodic Black / Doom Metal Album „Autaxia Chronicles: A House Divided“
Die Melodic Black / Doom Metal-Band DIVINE SOVEREIGN hat mit „Heresy“ einen ersten Track ihres kommenden Albums „Autaxia Chronicles: A House Divided“ veröffentlicht. Es ist nach „Autaxia Chronicles: Dawn of a New Age“ (2025) das zweite Album des polnischen Solo-Projekts von Cezary Rochnowski und soll noch in diesem Jahr via WormHoleDeath erscheinen.
DIVINE SOVEREIGN „Autaxia Chronicles: A House Divided“ Tracklist
1. Heresy (Audio bei YouTube)
2. The Price
3. Pledge
4. Battle Below Mountain Range
5. Words of King
Source: Vampster
20.05.2026 - BLACK HOLE FEST :: „Frost Edition 2025“ (Teil 2)

Livebericht Teil 2 vom BLACK HOLE FEST
19.-20.12.2025 im Hellraiser Leipzig
(Bericht & Photos: Domenico)
AD NOCTEM FUNERIIS
Der zweite Festivaltag beginnt auf eine ungewöhnliche Art und Weise: Seit wann ist der Headliner die erste auftretende Band? Na gut, mir soll es recht sein. Dann erleben wir halt eine atemberaubende Performance gleich zu Beginn des Tages. Bühnendekorationen, die so aussehen, als kämen sie direkt aus dem 2016er Doom für die PlayStation 4, begrüßen uns zum Auftritt von Ad Noctem Funeriis. Das Leipziger Publikum wird von Anfang an in die Hölle katapultiert – und zwar von einem Sound und einer Bühnenpräsenz, die man ansonsten nur von den ganz großen Namen der Szene erwarten würde. Gewalt, Satanismus und Kompromisslosigkeit malträtieren das Publikum von der ersten bis zur letzten Sekunde. Eine absolut weltklasse Show, die zu den allerbesten dieser Edition zählt. Hierbei stellt man sich die Frage, wie es möglich ist, dass diese grandiose Band nach 23 Jahren Aktivität immer noch so unbekannt ist – vor allem, wenn sie derartige Auftritte liefern? Falls es Veranstalter unter euch gibt: Behaltet diese Band im Blick und bucht sie eventuell für ein Konzert oder ein Open-Air-Festival, um die Unterstützung zu geben, die sie verdient haben.
N’GUL A CRISTO
KIRKEBRANN
Beim ersten Teil haben die Burzum-Anspielungen diverse Sojaschlampen zum Heulen gebracht – sehr gut! Nun geht es weiter mit einer Band, deren Name schon eine weitere Burzum-Anspielung ist: Kirkebrann! Die Inspiration für die Musik von Kirkebrann kommt ganz offensichtlich von dem o.g. Künstler und weiteren älteren Landsleuten, und die Bühnenpräsenz ist nicht weniger legendär. Für die nächsten 45 Minuten befinden wir uns nicht mehr im Jahr 2025, sondern in den 90er Jahren, haben keine Ahnung von der modernen Welt und den neuen Subgenres des Black Metals, hassen den Vatikanstadt und bewegen unsere Birnen zum reinsten Old-School-Sound, den es gibt. Früher oder später werden sich die ganz alten Black-Metal-Bands von der Bühne verabschieden müssen, aber wir können zweifelsfrei behaupten, dass es bereits würdige Nachfolger gibt – unter anderem Kirkebrann und die im ersten Teil erwähnten Heimland, die zwar nichts erfinden, aber den Old-School-Black Metal lieben und würdigen.
NARBELETH
„Todo lo que tengo en esta vida son mi cojones y mi palabra.“ Dieses Zitat aus dem Film Scarface von 1983 ist seit eh und je das Mantra meines Lebens. Aufgrund eines Übersetzungsfehlers ist in der deutschen Version das Wort „Cojones“ durch „Boss“ ersetzt worden, was wahrscheinlich dazu geführt hat, dass der eine oder andere von euch den Witz nicht kapiert hat. Ich hätte niemals erwartet, Tony Montana in einem Black Metal zu sehen, aber wir alle wissen, dass diese Szene seit eh und je das Unglaubliche wahr macht. Dieser Auftritt hat allerdings nichts mit Drogen, Pistolen, Stränden und kreativen Beleidigungen zu tun. Es handelt sich um das Versinken in der absoluten Finsternis, wo die Schmerzen am intensivsten sind, die Wunden niemals heilen und das vergossene Blut von satanischen Bestien getrunken wird. Das alles wird mit einem schönen Cuba Libre begleitet. Ok! Ich höre jetzt auf mit den lateinamerikanischen Witzen… „La concha de tu madre.“
Es handelt sich wieder einmal um ein weiteres absolutes Highlight dieses glorreichen Festivals: eine meisterliche Leistung der Kubaner, die Leipzig in der dunkelsten Atmosphäre versinken lassen, indem sie jede Menge Herzblut in ihre Klänge einfließen lassen.
MAVORIM
Nun geht es weiter mit dem bayerischen Duo, worauf viele Zuschauer gewartet haben. Nach wenigen Minuten kommt eine äußerst intelligente, gebildete und attraktive Frau auf die Idee, irgendeinen KI-Chatbot zu fragen, ob Mavorim eine NSBM-Band sei. An dieser Stelle hätte ich ihr das Handy aus der Hand gerissen und in ihre Vagina geschoben. Dies wäre allerdings eine Straftat gewesen, und das wollen wir ja nicht. Übrigens: Um diese Information zu erhalten, musste ich keinen KI-Chatbot fragen. Mavorim enttäuscht nicht: Eine Stimme voller Wunder erzählt uns Geschichten von menschlicher Ehre, Wille, Würde und Kampfeslust, während die Live-Musiker simple rohe Gewalt auf ihre Instrumente anwenden. Mavorim ist eine von diesen Bands, die eben nichts erfinden, aber ihr Werk definitiv meistern, ohne uninspiriert oder redundant zu wirken. Der Auftritt war recht kurz, doch das hat der Qualität keinen Abbruch getan: 30 Minuten rohe Gewalt sind für alle Black Metaller immer wieder eine Freude. Es gibt nicht viel zu sagen über diesen Auftritt. Es handelt sich um einfache, rohe Black-Metal-Gewalt, wie wir sie alle kennen und lieben.
AUDN
Isländische Bands sind immer wieder ein Highlight. Audn ist keine Ausnahme: Ich hatte mich auf diesen Moment enorm gefreut und bin keine Sekunde enttäuscht gewesen – so einzigartig wie sie auf Platte klingen, klingen sie auch auf der Bühne. Für eine knappe Stunde erfährt man das Eine und das Andere: Einerseits wird man von den frostigen Temperaturen der isländischen Berge tiefgefroren, andererseits von der Sonnenstrahlung lebendig verbrannt. Introspektive Melodien treffen auf reinste Urgewalt, und es entsteht eine Atmosphäre, die absolut unbeschreiblich ist. Der eine oder andere wird bereits eine derartige Beschreibung einer ABM-Band gelesen haben, aber glaubt mir: Audn sind anders, wirklich anders. Einzigartig und unbeschreiblich mit einer Inspiration und Originalität, die wirklich selten zu finden sind. Während des Auftritts verging die Zeit wie im Flug: Die knappe Stunde fühlte sich an wie 10 Minuten, aber der Auftritt hätte von mir aus auch 3 Tage dauern können, und mir wäre keine Sekunde langweilig geworden.
Falls ihr die Chance habt, euch diese Band live anzuschauen, tut euch selbst einen Gefallen und fahrt hin, denn das ist ein Erlebnis, das euch keine andere Band bescheren kann und wird.
SARKRISTA
Weiter geht es mit einem absoluten No-brainer: Sarkrista. Seit 2011 existiert diese monströse Kreatur, die zu den besten Bands unserer Szene gehört und immer wieder grandiose Festivalauftritte liefert, wie z.B. auf dem Under the Black Sun 2022, das zu den absoluten Highlights der Edition zählte. Unser Freund Revenant konnte leider nicht anwesend sein, da er vor Kurzem ein Kind bekam. Deshalb wurde er durch die finnische Legende Ari XIII ersetzt. Da ich so ziemlich der größte Curse upon a Prayer-Fan des Universums bin, war das für mich eine unvergessliche Überraschung.
Jedem von euch wird es wohl bewusst sein, dass finnische Musiker eine Art Cheat-Code sind, da sie den Metal quasi im Blut tragen. Das wurde in dieser Nacht wieder einmal bewiesen: Auch mit einer anderen Band lieferte Ari eine absolut atemberaubende Performance, die allen die Hohlbirne abschraubte. Nicht zu vergessen sind natürlich auch die Performances der anderen Live-Musiker: Skratte, Farliath, Frostvandrer und die wundersame, wundervolle, wunderschöne und wunderschöne Brasilianerin Demona.
Sarkrista lieferte wieder einmal eine grandiose Show, geprägt vom dunkelschwarzen Revenant-Sound und einer herausragenden Bühnenpräsenz: die Crème de la Crème.
BLACK ALTAR
Das Black Hole Fest geht dem Ende entgegen, es wird also Zeit für einen würdigen Abschluss: Einen Abschluss, der quasi die gesamte Edition zusammenfasst. Einen Abschluss, der uns noch ein letztes Mal die Birne abschraubt. Einen Abschluss, der alle Aspekte dieser herrlichen Edition verkörpert: Gewalt, Kraft, Hass, Dunkelheit, Atmosphäre, Introspektion – und noch viel mehr. Der kuriose Geruch von Weihrauch lässt uns ahnen, wer die Bühne demnächst betreten wird: Vermutlich eine stickende Punk-Band, die sich seit 1988 nicht gewaschen hat, oder vielleicht der Bischof von Dante’s Inferno, der uns von unseren zahlreichen und besonders beschämenden Sünden freisprechen wird. Nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein: Es handelt sich um eine unterbewertete Legende, die nun seit 30 Jahren existiert – jedoch nie den Erfolg erzielte, den sie verdient hätte: BLACK FUCKING ALTAR. Der Black Metal ist – im Gegensatz zu dem, was viele Idioten behaupten – eine extrem facettenreiche Musikrichtung, und diese polnische Legende zeigt nicht nur eine davon, sondern alle! Dieser Auftritt war die perfekte Zusammenfassung des Festivals mit all seinen unterschiedlichen Stärken. Genau das sind die Momente, weshalb wir diese Musik so sehr lieben. Das war ein Auftritt für die Geschichtsbücher: unvergesslich, facettenreich und majestätisch.
PATRIARKAH
Wenn ihr mich fragt, wäre Black Altar ein mehr als würdiger goldener Abschluss gewesen, jedoch gab es noch eine Band, die sich aus gesetzlichen Gründen umbenennen musste und sich bestenfalls nochmal umbenennen sollte – nämlich in Deutsche Bahn -, nachdem sie auf den Zeitplan geschissen hatten und mit fast einer Stunde Verspätung die Bühne betraten. Eine Horde von Kirchenangehörigen steht nun vor uns, was mich ahnen lässt, dass es vielleicht gar nicht so verkehrt ist, dass sie so spät ankamen. Schließlich sind die Kinder längst schlafen gegangen. Bei Patriarkah, aka Gerichtsloser Bathuska, aka das Ergebnis eines ungeschützten One-Night-Stands zwischen den Papst und einer Deutsche Bahn-Azubine, wird Theatralität groß geschrieben. So groß, dass es so wirkt, als wäre sie wichtiger als die Musik. Letzteres ist zwar inspirationsreich, doch bei diesem Auftritt hat man das Gefühl, wirklich in einer religiösen Einrichtung zu sein – und nicht bei einem Black Metal Konzert. „Genau das ist die Blasphemie!!!“ wird der eine oder andere behaupten, jedoch ist es offensichtlich, dass das Image der ortodoxen Kirchen die Essenz einer Black Metal Band geprägt hat. Unter diesen Umständen würde es mich nicht wundern, wenn jemand eingeschlafen wäre oder sich wenigstens auf den Weg ins Hotel gemacht hätte.
FAZIT
Die Location wurde gewechselt, der Termin um 2 Monate verschoben – aber das Black Hole Fest war und ist immer wieder eine unglaubliche Veranstaltung: absolutes Pflichtprogramm für alle, die den Schwarzmetall leben und lieben, und für alle, die – wie ich – die Schnauze voll haben von diversen Aspekten der modernen Szene, die ich wohl nicht nochmal erwähnen muss und werde. Ein großes Dankeschön an alle, die diesen Artikel gelesen haben.
Bis bald,
Domenico
Source: Amboss-Mag.de
